Memmingen: Endlich wieder unter Flutlicht

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Zuhause haben Kapitän Pfohmann & Co. in den meisten Begegnungen immer Vollgas gegeben.

FC Memmingen - Nach der Pflicht folgt beim FC Memmingen die Kür. Nachdem der Klassenerhalt jetzt schon unerwartet frühzeitig feststeht, darf die Mannschaft von Trainer Esad Kahric vielleicht ein bisschen nach Höherem schielen.

Der Abstand zum einzigen verbliebenen Abstiegsplatz beträgt komfortable 18 Punkte. Wenn die imposante Heimserie hält, dann kann sich der Neuling (7.) mit einem Sieg am Freitag (19.30 Uhr) gegen den Tabellennachbarn Karlsruher SC (8.) sogar auf den fünften Tabellenplatz schieben - zumindest für eine Nacht. „Endlich mal wieder ein Flutlichtspiel“, ist die Vorfreude beim FCM-Vorsitzenden Armin Buchmann groß, „die Leute lechzen regelrecht danach. Es herrscht am Abend in der Arena einfach eine besondere Atmosphäre“. Keine Frage, die Abendspiele an der Bodenseestraße kamen bislang an, so dass Buchmann mit einer Kulisse „an die 2.000 Zuschauer“ rechnet.

Zumal der Vereinsausrüster „Mode + Sport Reischmann“ als Tagessponsor 400 Eintrittskarten an Kunden und Geschäftsfreunde ausgibt. Für den Rest der Saison haben die Memminger noch hehre Ziele. Im Pokal soll endlich einmal was gerissen werden, das bayerische Achtelfinale findet am 13. April beim Bayernligisten TSV Aindling statt. Beim Vorstoßen ins Endspiel winkt die DFB-Hauptrunde und damit das ganz große Geld. Außerdem hat Kahric den Ehrgeiz, die Runde als bester Aufsteiger abzuschließen, wenngleich er in den vergangenen Wochen ausgemacht hat, „dass bei dem ein oder anderen Spieler die Beine langsam schwer werden“. Zumindest gab es diese Woche kein Spiel zwischendurch, Zeit ein wenig zu Verschnaufen. Und zuhause haben Kapitän Pfohmann & Co. in den meisten Begegnungen immer Vollgas gegeben.

Noch kein Spiel unter Flutlicht verloren

Der FCM hat übrigens noch kein Regionalliga-Spiel unter Flutlicht verloren. Gut, das 0:1 beim KSC II in der Hinrunde war eine halbe Ausnahme. Der Gegentreffer fiel aber zu einem Zeitpunkt, als das Flutlicht im Karlsruher Wildparkstadion noch nicht eingeschaltet war. Für diese knappe Niederlage wollen die Memminger Revanche nehmen. Nachdem die Karlsruher Zweitligatruppe fast zeitgleich gegen Osnabrück im Einsatz ist, werden die Gäste diesmal nicht allzu viele Spieler der ersten Mannschaft dabei haben. Aber auch so läuft es für die Truppe von Trainer Markus Kauczinski und Teammanager Burkhard Reich derzeit ordentlich. In den vier Begegnungen nach der Winterpause gab es drei Siege und ein Unentschieden. Einen unverhofften kleinen Geldsegen gab es dieser Tage für FCM-Schatzmeister Markus Kramer.

Nachdem Insolvenzclub SpVgg Weiden ganz ausgestiegen ist, wird deren Anteil aus der zweiten Rate der Fernsehgelder nach einem Schlüssel unter den anderen Vereinen aufgeteilt. Am meisten erhalten diejenigen, denen ein Heimspiel entgangen ist und Einnahmen fehlen. Aber auch der FC Memmingen bekommt noch 1.000 Euro, obwohl die Begegnung gegen Weiden schon in der Vorrunde ausgetragen wurde. So bedauerlich die Pleite für den Sport ist, Memmingen hat davon eigentlich nur profitiert: Das einzige Heimniederlage wurde annulliert und die weite Auswärtsfahrt können sich die Allgäuer sparen.

Quelle: fussball-vorort.de

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