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Memmingen schenkt Sieg in letzter Sekunde her

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Memmingen - Nach Spielschluss haben die Spieler des FC Memmingen in der Kabine noch lange diskutiert über das „Hätte, Wenn und Aber“. Gegen die Stuttgarter Kickers kam im Nachholspiel nur ein Unentschieden heraus.

Hätte Memmingens Torhüter Tobias Kirchenmaier in den letzten Sekunden der Partie gegen die Stuttgarter Kickers den ersten Versuch von Debütant Fabio Leuchtenecker sicher gehabt, dann wäre sein Nachschuss zum 1:1 (0:0) Ausgleich zum Rückrunden-Auftakt der Fußball-Regionalliga nicht drin gewesen.

Aber wäre Kirchenmaier an diesem Nachmittag nicht schon vorher immer wieder auf dem Posten gewesen, hätte es schon früher schief gehen können. Vielleicht hätten die Gäste auch schon in der ersten Halbzeit die Begegnung entscheiden können – wenn sie das Tor getroffen hätten. Haben sie aber nicht. Dafür rüttelten sie die Hausherren nach einem Querlatten-Knaller von Gerster in der zweiten Halbzeit wach. Candy Decker sorgte mit seinem fünften Saisontreffer für die 1:0-Führung, die am Ende nicht reichen sollte. Die Frage hinterher bei den Anhängern: Ja, hätte der FC Memmingen die numerische Überlegenheit nach Gelb-Rot gegen Michele Rizzi genutzt. Oder hätten die Kickers in Unterzahl resigniert. Ja, dann … Haben sie aber beide nicht.

"Ich hätte den letzten Ball einfach nur irgendwo auf die Tribüne dreschen müssen“

Oder hätte Esad Kahric die zeit-taktischen Wechsel in der Schlussphase sein lassen sollen? Weil das möglicherweise Unordnung brachte. „Nein“, sagt selbstkritisch sein Sohn Ejnar, der noch Trainingsrückstand hat und erst in den letzten Minuten ran durfte: „Ich hätte den letzten Ball einfach nur irgendwo auf die Tribüne dreschen müssen“. Wenn er es gemacht hätte, dann wäre es beim 1:0 geblieben. So aber gab es – vom Zeitpunkt her – ein glückliches Unentschieden für die Gäste, die es sich aber irgendwie auch verdient hatten. Aufgrund des Unterhaltungswertes in der zweiten Hälfte hätte sich die Begegnung gegen einen namhaften Gegner auch mehr als die 1.430 Zuschauer verdient gehabt, aber die Allgäuer Fans sind wohl noch im fußballerischen Winterschlaf.

Ja, wäre es so frühlingshaft wie vor einer Woche gewesen, dann wären sicher mehr Fans als beim Dauergrau gekommen. Hätten die hoch gehandelten Stuttgarter übriges in der Vorrunde die Erwartungen erfüllt, dann stünden sie in der Tabelle vor dem FC Memmingen. Tun sie aber nicht, weil der Neuling immer wieder so engagierte Leistungen (wie zumindest die letzten zehn Minuten der ersten Hälfte und in der zweiten Halbzeit gegen die Kickers) zeigte und deshalb auch nach dem ersten Rückrunden-Spieltag Achter bleibt – Stuttgart ist Neunter. „Hätte, wenn und aber“ an allen Fronten.

Info:

Für den FCM geht es mit dem Auswärtsspiel am Mittwoch (19 Uhr) beim TSV 1860 München II und dem Heimspiel nächsten Samstag (14 Uhr) gegen den SVW Wiesbaden II Schlag auf Schlag weiter.

FC Memmingen - Stuttgarter Kickers 1:1 (0:0)

FC Memmingen: Kirchenmaier - Heger, Rehm, Bader (90. + 2 Pfohmann), Holzapfel – Heikenwälder (88. Rucht), Maier (84. Kahric), Zobel, Knuth – Hindelang, Decker. Trainer: Esad Kahric.

Stuttgarter Kickers: Wagner – Leutenecker, Köpf, Fennell, Gerster – Gondorf, Rizzi – Abruscia, Ivanusa (71.Savranlioglu) – Marchese (24. Pala/82.Yilmaz), Treske. - Trainer: Dirk Schuster.

Tore: 1:0 (71.) Decker, 1:1 Leutenecker (90.+ 3). -

Schiedsrichter: Leonhardt (Hockenheim). -

Gelbe Karten: Holzapfel, Maier Kirchenmaier, Bader / Gerster, Fennell, Leutenecker. -

Gelb-Rot: - /Rizzi (74./wiederholtes Foulspiel). -

Zuschauer: 1430.

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