Müde Beine, rote Karte, verdiente Pleite

Immerhin zwei auffällige Aktionen hatte Giovanni Goia gegen Landshut zu verzeichnen. Ein Treffer gelang ihm indes auch nicht.
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Immerhin zwei auffällige Aktionen hatte Giovanni Goia gegen Landshut zu verzeichnen. Ein Treffer gelang ihm indes auch nicht.

FC Pipinsried - Die letzte Auswärtsreise im Jahr 2013 hat den müden Pipinsrieder Bayernliga-Fußballern fast auf den Tag genau einen Monat vor Weihnachten eine verdiente 0:2 (0:1)-Niederlage bei der SpVgg Landshut beschert.

Und als Dreingabe gab’s eine rote Karte für Kapitän Dominik Schön. Nun hoffen die Gelb-Blauen auf Schnee, damit sie heuer nicht mehr antreten müssen. Von Horst Kramer Landshut/Pipinsried – Die Luft ist raus beim FC Pipinsried. Tobias Strobl wirkte nach den 93 Minuten wie das sprichwörtliche Häufchen Elend: „Die Mannschaft ist geknickt, mein Co-Trainer ist geknickt und ich bin geknickt. Uns gelingt derzeit einfach gar nichts.“

Mit einer 0:2-Niederlage trollte sich der Pipinsrieder Tross am Samstag Abend aus Landshut wieder in Richtung Heimat, mit einem einzigen Wunsch im Gepäck: „Hoffentlich fällt die Partie gegen Pullach am nächsten Wochenende aus.“ Den Gelb-Blauen fehlt zum Jahresende einfach die Kraft und das Selbstvertrauen, um das nötige Quäntchen Glück zu erzwingen. Anders ist es nicht zu erklären, warum Serge Yohoua die erste dicke Chance der Partie kläglich vertändelte. Der Ivorer durfte nach klugem Zuspiel von Max Zischler auf Landshuts Keeper Stefan Schmid losmarschieren; sein Schuss verpuffte indes zum Schüsschen. Im Gegenzug fiel schon die Führung. Die Defensive machte wie schon gegen Affing keine sonderlich gute Figur. Philip Grahammer hatte sich zudem krank gemeldet, so dass dem Coach erneut nichts anderes übrig blieb, als sich selbst in der Viererreihe einzuordnen. Dass mit Max Zischler nur ein Sechser vor der Abwehr agierte, machte die Sache nicht einfacher. Strobl suchte wieder das taktische Heil in der Offensive: Mit Giovanni Goia, Junis Ibrahim, Michael Holzhammer und Serge Yohoua standen praktisch vier Stürmer auf dem Platz. Bis auf einen Außennetzschuss von Ibrahim (5.) sprang allerdings nichts Zählbares heraus.

Es fehlte wohl einfach der verletzte Arthur Kubica als Strippenzieher. Die Hausherren machten es besser: Mit weiten Bällen und Passstafetten über die Außenbahnen drangen sie immer wieder in den Strafraum ihrer Gäste vor. Fünf dicke Chancen für die Niederbayern zählten die Statistiker bis zur Pause. In der 39. Minute zappelte der Ball sogar ein zweites Mal in Antonis Netz – aber Schiedsrichter Johannes Hamper wertete die Aktion als Stürmerfoul (39.). Wenige Minuten zuvor hatten einige Pipinsrieder Spieler einen Strafstoß gefordert, als sich Goia an Schmid vorbei schlängeln wollte und dabei zu Fall kam.

Aber so recht glaubten sie wohl selber nicht an ein Vergehen. „Wenn wir zur Halbzeit 0:2 zurück liegen, können wir uns nicht beschweren“, merkte der Pipinsrieder Funktionär Roland Küspert säuerlich beim Pausengetränk an. Nach dem Seitenwechsel ging es im gleichen Stil weiter: Die Pipinsrieder vertändelten die Bälle meist frühzeitig. Und wenn doch mal ein Ball in die Spitze kam, stand mindestens ein Gelb-Blauer im Abseits. Die Landshuter machten es besser: Florian Fischer zielte aus 18 Metern ein bisschen zu hoch (56.), Biermeier traf aus kurzer Distanz nur den Pfosten (58.). Auf der anderen Seite ist bestenfalls der Kopfballversuch Yohouas erwähnenswert (65.). Wobei der Ivorer dabei dem besser postierten Holzhammer einer guten Chance beraubte.

Mit dem zweiten Landshuter Treffer war die Sache gelaufen (79.). Pech, dass Schön kurz vor Schluss wegen einer angeblichen Tätlichkeit das Feld räumen musste: Der Kapitän wird nächste Woche gegen den SV Pullach fehlen. Sofern nicht ein gnädiger Wettergott dem erfolglosen Pipinsrieder Treiben ein Ende für dieses Jahr bereitet. Allerdings muss auch noch Konrad Höß mitspielen, denn der will, dass die Partie „auf jeden Fall“ über die Bühne gebracht wird.

Über das Landshuter Ergebnis zeigte sich der Pipinsrieder Vereinspräsident, der zeitgleich in Fürstenfeldbruck weilte, nur mäßig überrascht: „Meine warnenden Worte werden seit Wochen in den Wind geschlagen“, lautete sein ziemlich verdrossener Kommentar.  

Quelle: fussball-vorort.de

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