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Muriqi nimmt keine Rücksicht auf große Namen

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„Mit dem Kopf spielen“, sagt FCI-Trainer Muriqi.
„Mit dem Kopf spielen“, sagt FCI-Trainer Muriqi. © Dieter Michalek

FC Ismaning - Zum großen Wurf im Abstiegskampf fehlten wenige Sekunden. Nach dem späten Ausgleich in Hankofen geht in der Bayernliga nun für den FC Ismaning das Abstiegskampf-Zittern weiter mit einem schweren Spiel gegen den TSV Schwabmünchen.

Nach dem knapp verpassten Sieg in Hankofen haben die Ismaninger aktuell weiter zwei Plätze und drei Punkte Differenz zum ersten Relegationsplatz. Mit dem TSV Schwabmünchen kommt der Tabellenvierte, der zuletzt zweimal gewonnen hat. „Die stehen völlig zurecht da oben“, sagt der Ismaninger Trainer Xhevat Muriqi. Allerdings weiß er auch, dass Schwabmünchen keine unlösbare Aufgabe darstellt. „Wir müssen mit Kopf spielen“, sagt Muriqi. Konterfußball kann sein Team nicht, also muss mit Kontrolle die Partie gestaltet werden.

Die Aufgabenstellung ist eine kompakte Fünferkette zu knacken mit einigen sehr kopfballstarken Leuten. Für den Sturm hat Luan da Costa Barros die besten Karten, nachdem der körperlich starke Brasilianer schon in Hankofen gut gegenhielt. Diesmal hat er an seiner Seite den Routinier Mijo Stijepic, der in Hankofen 90 Minuten auf der Bank saß. Ismanings Superstar hatte vor dem Auftritt in Niederbayern Leistenprobleme. Muriqi verzichtete auf seine Nummer neun, „weil uns derzeit nur hundert Prozent fitte Spieler weiter helfen“.

Überhaupt packte der Trainer in den vergangenen Tagen den eisernen Besen aus und kehrte an der Leuchtenbergstraße ohne Rücksicht auf große Namen. Tobias Killer und Bastian Fischer, die eher den Ruf der Schönspieler haben saßen zuletzt auf der Bank. Die Erklärung des Trainers ist die klassische Abstiegskampf-Ansage: „Es geht nicht um persönliche Eitelkeiten, sondern um den Verein.“ Den beiden Spielern attestierte er aber eine charakterlich gute Reaktion unter der Woche. Beide bewarben sich mit ihren Trainingsleistungen um die erste Elf.

Dort wird aber fürs Erste Samed Aladdinoglu den Platz neben Alexander Buch besetzen. Das Duo überzeugte gegen den Tabellennachbarn defensiv und kämpferisch auf der ganzen Linie. Nun gegen Schwabmünchen erwartet der Trainer aber den nächsten Schritt. Von der Doppelsechs müssten mehr Akzente nach vorne gesetzt werden, um wieder mehr Torchancen zu kreieren.  nb

Voraussichtliche Aufstellung: Preußer – Beck, Ehret, Steinacher, Siedlitzki – Buch, Aladdinoglu – Siebald, Ring (Killer) – Stijepic, da Costa Barros.

Text: Nico Bauer

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