Nach Sieg: Haching schnuppert an Aufstiegsrängen

Andreas Voglsammer brachte die SpVgg Unterhaching in Führung.
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Andreas Voglsammer brachte die SpVgg Unterhaching in Führung.

SpVgg Unterhaching - Durch den Sieg in Wiesbaden hat sich die SpVgg Unterhaching an die Aufstiegsplätze herangepirscht. Nach dem schwachen Saisonstart mit nur einem Sieg aus den ersten vier Saisonspielen war eigentlich nicht zu erwarten, dass die SpVgg Unterhaching noch so eine gute Hinrunde hinlegt wie im Vorjah

Nach dem schwachen Saisonstart mit nur einem Sieg aus den ersten vier Saisonspielen war eigentlich nicht zu erwarten, dass die SpVgg Unterhaching noch so eine gute Hinrunde hinlegt wie im Vorjahr. Dank zuletzt starker Leistungen sowie einem 2:0 (2:0)-Sieg am vergangenen Samstag beim SV Wehen Wiesbaden kommen die Hachinger der Vorjahresleistung nun doch wieder sehr nah. Zwar rangieren die Hachinger nicht wie zur gleichen Zeit des Vorjahres mit 26 Punkten auf Platz drei. Als aktueller Tabellenfünfter kratzen die Rot-Blauen diesmal aber erneut an den Aufstiegsplätzen. „Dass wir jetzt punktgleich mit dem Tabellendritten sind, ist natürlich sensationell“, sagt Teamchef Manuel Baum.

In Wiesbaden lief bei den Hachingern in der ersten Halbzeit alles nach Plan. Nach zwei guten Möglichkeiten der Hausherren (5./7.) rollte der Hachinger Tore-Express im Sturmzentrum an. Zunächst traf Andreas Voglsammer per 18-Meter-Schuss gegen Wehens Torwart Michael Gurski zum 1:0 (10.), bevor Voglsammers Sturmpartner Janik Haberer die nächste Chance zum 2:0 nutzte (18.). Haberer hatte dabei von einem Missverständnis zwischen dem Ex-Hachinger Gurski sowie seiner Abwehr profitiert und den Ball ins leere Tor eingeschoben. „Wir waren in der ersten Halbzeit sehr effizient und haben aus zwei Chancen zwei Tore gemacht“, sagte Voglsammer über die Hachinger Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor. Nachdem Hachings Innenverteidiger Mario Erb einen Schuss von Alf Mintzel blockte (21.), passierte in dem nun etwas zerfahrenen Spiel vor den beiden Toren nicht mehr viel. Ein knapp vorbeigezielter Kopfball von Erbs Abwehrpartner Alexander Hack (42.) war bis zum Pausenpfiff die Ausnahme.

Nach der Pause übten die Hessen mächtig Druck aus. SpVgg-Schlussmann Korbinian Müller musste gegen Mintzel ebenso klären wie kurz darauf ein Hachinger Spieler auf der Torlinie (51.). Im Spiel nach vorne schlichen sich beim letzten Pass nun zu viele Fehler bei den Gästen ein. „Wir hätten da unsere Konter effektiver ausspielen müssen“, sagte Baum. Der vorentscheidende Knockout zum 3:0 blieb aber selbst nach einem Platzverweis für Wehens Michael Wiemann aus (73.). Thomas Steinherr scheiterte wenig später an Gurski (75.) und Benjamin Schwarz traf in der Schlussphase aus spitzem Winkel nur ans Außennetz (88.). „Da hätten wir eigentlich den Deckel draufmachen können“, sagte Cheftrainer Claus Schromm. So blieb die Partie  bis zum Ende offen. Da die Heimelf in der zweiten Hälfte ihrerseits Chancen des angolanischen Nationalstürmers José Pierre Vunguidica (65./89.), Nils-Ole Book (73.) und Königs (80.) ebenfalls nicht nutzen konnte, blieb der zweite Durchgang ohne Treffer. „Am Ende hatten wir dann auch das notwendige Glück“, sagte Erb über die eher mäßige Hachinger zweite Hälfte.

Glück spielt aktuell beim Erfolgslauf der SpVgg aber wohl weniger die Rolle. Vielmehr profitieren die in den letzten neun Spielen nur einmal geschlagenen Rot-Blauen von ihrer Auswärtsstärke, die das Team wieder in die Aufstiegsregionen gespült hat. Für das Trainerteam ist das Auftreten vor fremder Kulisse nur schwer erklärbar. „Eigentlich spielen wir auswärts nicht anders als zu Hause“, sagte Baum, dessen Team aktuell hinter Tabellenführer Heidenheim die zweitbeste Auswärtsmannschaft der 3. Liga ist. Nun gilt es, die Leistungen auf fremden Boden auch in den Unterhachinger Sportpark zu transportieren, wo die SpVgg bereits am kommenden Freitagabend gegen Holstein Kiel antritt (19 Uhr). rmf

Quelle: fussball-vorort.de

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