Niederlage für Eching bei der Meisterehrung

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Der TSV Eching spielt kommende Saison wieder dort, wo er sich selbst ansiedelt: In der Landesliga Süd. Die Meisterehrung erhielten die Echinger am Freitag in Freising.

TSV Eching - Nach einem ruhigen Beginn entwickelte sich das Derby zwischen dem TSV Eching und der SE Freising nur mehr in eine Richtung. Auf das Tor der Gäste. Am Ende erlitt der Meister eine empfindliche 1:4-Niederlage.

von Matthias Spanrad

Eine viertel Stunde plätscherte das Match der beiden Landkreisteams dahin, Eching hatte zwar etwas mehr von der Partie, vom Hocker konnte der Kick aber keinen der gut 200 Zuschauer. Zwang und Spannung waren raus aus dem Derby. Beide Teams bemühten sich zwar um attraktiven Fußball, über das Wollen ging’s zunächst aber nicht hinaus. Bis Michael Bahe binnen zweier Minuten (26./28.) zwei Hundertprozentige großzügig vertändelte und damit die Seinen wohl wachrüttelte, ihnen damit zu sagen schien: Hier geht was! Von da an wirkten die Lerchenfelder frischer, siegten am Ende nicht verdient 4:1.

„Ach, das passt schon“, hatte Echings Coach Ivo Bacic nach Spielende die Niederlage rasch vergessen, „Freising wollte den Sieg einfach mehr als wir.“ Um sich mit 1:4 blamieren zu lassen, waren die Zebras aber wohl nicht in die Savoyer Au gereist, und man habe, bekräftigte Bacic auch, die Niederlage „nicht eingeplant.“ Echings Spieler und Verantwortliche hatten den Spielverlauf und das Ergebnis – die höchste Niederlage in dieser Saison – rasch verdaut.

Ausgelassen setzte das Echinger Ensemble seinen Feiermarathon auf dem Freisinger Rasen fort. Einzig der inzwischen 32-Tore-Garant Fabi Hrgota hatte die Niederlage zugesetzt. Als bereits die Nachspielzeit lief und keiner mehr wirklich Lust hatte, sich am Spiel zu beteiligen, wuchtete Hrgota aus 35 Metern einen satten Freistoß völlig frustriert in die Maschen. „Och“, so der Torjäger, „das stimmt, da war etwas Frust dabei.“ Dann aber gesellte sich auch Echings wertvollster Spieler zu den feiernden Kollegen.

Strahlende Gesichter gab es auch beim Gastgeber. Man wolle, diktierte Abteilungsleiter Georg Appel noch während der Woche, nicht nur bestmöglich aussehen, sondern auch zeigen, dass man mithalten könne mit den Topteams der Liga. Eine Art Warnschuss für die im Sommer beginnende neue BOL-Runde. „Das war schön, dass die Mannschaft gezeigt hat, dass sie richtig Fußballspielen kann“, sprudelte das Lob aus Appel heraus. Könne man nun die kleinen Fehlerquellen abstellen, „dann könnte das was werden im nächsten Jahr.“

Strahlende Gesichter bei allen Beteiligten

Kapitän Michael Pech hatte eine ähnliches Fazit. „Uns ist wichtig, dass wir es doch noch können“, beurteilte der Spielführer den achten Heimsieg in diesem Jahr. „Und endlich haben wir es auch geschafft, über die 90 Minuten gut zu spielen und nicht am Schluss noch was herzuschenken.“ Wie etwa vergangene Woche in Garching.

Rundum zufrieden war auch Freisings Coach Michi Schütz, als er nach dem Schlusspfiff seine Spieler zum üblichen konspirativen Zirkel um sich versammelte. „Wir haben verdient gewonnen“, so der stolze Trainer, man hatte einfach den größeren Biss gehabt.
So oder so, hängende Köpfe waren selten am Freitagabend. Beide Parteien hatten schließlich etwas zu feiern und waren zufrieden.

SE Freising - TSV Eching 4:1 (1:0)

Freising: Kapitz – Schmid, Stöger, Trasberger, Gallus (12. Eder) – Haupt, Klein (63. Mihajlovic), Pflügler (76. Haas), Pech – Pöpperling
– Bahe
Eching: Lorenz (83. Kozel) – Edlböck, Schulz, Züfle, Jozic – Potenza, Bircan, Rödl, J. Hoffmann (45. Christophersen) – Eichler (60. N. Hoffmann) – Hrgota
Tore: 1:0 Pech (35.), 2:0 Trasberger (49.), 3:0 Pöpperling
(56.), 4:0 Bahe (88.). 4:1 Hrgota (90.)
Gelbe Karten: Bahe, Pflügler – Potenza, Eichler
Schiedsrichter: Michael Haunerdinger
Zuschauer: 200

Quelle: fussball-vorort.de

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