Schwabl: Oberster Rot-Blauer

Unterstützung vom Vorgänger: Engelbert Kupka (l.) beglückwünscht Manni Schwabl nach dessen Wahl zum Präsidenten der Spielvereinigung Unterhaching. Foto: robert Brouczek

Unterhaching – Manni Schwabl hat es kürzlich mal ganz treffend formuliert. „Als Spieler war ich bei den Bayern ein Roter und bei den Sechzgern ein Blauer. Jetzt bin ich in Unterhaching ein Rot-Blauer. Passt doch ganz gut.“

Seit Donnerstagabend ist Schwabl sogar oberster Rot-Blauer. Auf der Jahreshauptversammlung der Spielvereinigung Unterhaching am Donnerstagabend wurde der 46-jährige Holzkirchner mit drei Gegenstimmen zum Präsidenten gewählt.

Fußball ist ein schnelllebiges Geschäft. Mit der Spielvereinigung hat Schwabl erst seit 2010 zu tun. Der Kontakt zum Verein kam über Sohn Markus zu Stande, der mit der Ersten Mannschaft in der 3. Liga spielt. Manni Schwabl begann als Nachwuchskoordinator, 2011 wurde er Sportlicher Leiter, nun ist er Präsident. „Da kommst ja fast nicht mit, so schnell ist das gegangen“, sagt er.

Wichtig war ihm, dass er die Unterstützung des nach 39 Jahren scheidenden Clubchefs Engelbert Kupka und der anderen Präsidiumsmitglieder hat. Hat er. Und nun kann Schwabl, der auch weiter Sportlicher Leiter bleibt, den in den vergangenen Jahren begonnen Weg weitergehen. „Ich will weiter voll mittendrin sein, die sportliche Thematik ist mir wichtig“, sagt er. „Wir wollen wieder das alte Haching haben – familiär und bodenständig.“

Der 46-Jährige will auch weiter auf junge, hungrige Talente aus dem Umland setzen. Dass es zu Problemen kommen könnte, weil sein Sohn in der Ersten Mannschaft spielt, glaubt Manni Schwabl nicht. „Ich habe bewusst erst etwas im Nachwuchs gemacht, als der Markus aus der Jugend raus war. Als Sportlicher Leiter habe ich dann schon überlegt, wie das wird und habe das mit dem Mannschaftsrat diskutiert“, sagt er. „Wer mich kennt, der weiß aber auch, dass ich mich aus der Aufstellung komplett raushalte. Also gibt’s da keine Probleme.“

Nah am Team, immer informiert über die Nachwuchsarbeit, voller Tatendrang – so geht Manni Schwabl seine neue Aufgabe an. Nur an eines hat er sich noch nicht gewöhnt: „Bitte sagt’s nicht Präsi zu mir, das hört sich so alt an.“ von Christoph Fetzer

Quelle: fussball-vorort.de

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