Paul bringt die Führung - Akkurt entscheidet die Partie

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Überblick behalten: Sebastian Paul (2.v.l.) erzielt nach einem Patzer des Schweinfurter Torhüters Essig das 1:0.

SV Heimstetten - Der SV Heimstetten hat am Samstag zum vierten Mal in Folge gewonnen und hat sich dadurch endgültig im Rennen um die neun begehrten Aufstiegsplätze der Bayernliga zurückgemeldet.

VON MATTHIAS VOGEL

Heimstetten – Stets optisch überlegen, fehlte es gegen die auffällig biederen Franken zunächst an zwingenden Tormöglichkeiten. Lediglich Orhan Akkurt hätte treffen können, als ihn der bestens aufgelegte Dominik Schmitt auf die Reise schickte und Akkurt per Drop-Kick auf das Schweinfurter Tor feuerte. Keeper Stephan Essig glitt der Ball durch die empor gerissenen Hände, aber auch über das Tor (14.).

Wenn Schweinfurt so etwas wie Gefahr ausstrahlte, dann durch Florian Galuschka. Kurz nach Akkurts Aktion tankte sich der Angreifer durch und zog ab, Daniel Steinacher warf sich für seinen geschlagenen Torhüter Patrick Lehner in den Schuss: Es blieb beim 0:0. Die nächste sehenswerte Szene ließ lange auf sich warten. Daniel Steinacher traf per Kopf nur die Latte, nach einer Ecke von Dominik Schmitt (34.).

Richtig in sich hatte es aber erst die nächste Situation. Schmitt drehte wieder eine Ecke auf den Elfmeterpunkt. Essig stieg hoch, ließ den Ball aber fallen. Sebastian Paul schaltete blitzschnell und beförderte den Ball mit einem herrlichen Drehschuss unter die Latte des Schweinfurter Kastens (39.). „So ein Tor schieße ich definitiv nicht mehr“, kommentierte der Rechtsverteidiger seinen Geniestreich. „Das 1:0 hat uns gut getan, in der zweiten Hälfte haben wir es dann versäumt, den Sack früher zuzumachen. Ich war aber immer entspannt“, resümierte SVH-Coach Rainer Elfinger bei der Pressekonferenz.

Und dann widersprach er sich: „Der Konter zum 2:0 war erlösend.“ Nicht schlüssig, aber richtig. Schlampig war der SVH mit seinen Möglichkeiten um gegangen. Akkurts Kopfball- Torpedo (53.) ausgenommen, den Essig mit einem tollen Reflex parierte, spielte Bruder Leichtfuß auf einmal beim SVH mit. Christoph Schmitt hätte sich zum Beispiel seinen verpatzten Abschluss aus der 69. Minute kaum verziehen, wenn Schweinfurt seine größeren Spielanteile in Zählbares gemünzt hätte. Steven Toy hatte perfekt auf seinen Kapitän abgelegt. Dessen Geschoss sauste aber über das Tor.

In der Folge kam Schweinfurt zu einigen Schussmöglichkeiten aus aussichtsreicher Position. Passend zur schwachen Vorstellung der Franken, dass nicht ein einziger davon auf das Tor kam. Kurz vor dem Abpfiff zündete dann Memis Ünver auf der rechten Seite den Turbo. Aus der eigenen Hälfte startete er durch, degradierte zwei Gegenspieler zu besseren Slalomstangen und passte streng ins Zentrum – Orhan Akkurt traf zum 2:0. Der vierte Sieg in Folge war gesichert, der Jubel nach dem Abpfiff dementsprechend groß.

Und eine Spitze in Richtung Lokalrivale FC Ismaning konnte sich Vereinspräsident Ewald Matejka bei der Pressekonferenz einfach nicht verkneifen: „Wir sind in der Tabelle an ihnen vorbeigezogen. Und das müssen sie sich jetzt drei Monate lang anschauen.“

Quelle: fussball-vorort.de

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