FC Pipinsried brennt auf Revanche für die 1:4-Hinspielpleite

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FCP-Trainer Tobias Strobl will absoluten Einsatz sehen: „In Ottobeuren haben sich manche Spieler wieder einmal in der letzten halben Stunde versteckt. Das dulde ich nicht."

FC Pipinsried - Vor dem letzten Spiel des Jahres beschäftigen den FC Pipinsried Personalgerüchte. Präsident Höß will mit Trainer Tobias Strobl verlängern, doch der will sich im Heimspiel am Samstag (14 Uhr) zunächst für die Hinspiel-Klatsche (1:4) von Illertissen revanchieren.

Was wäre der Fußball ohne seine Gerüchte? Vermutlich nur halb so schön. Und so sorgte in dieser Woche die Meldung, dass Qendrim Beqiri (22), der jüngere Bruder vom Pipinsrieds Mittelfeld-Rackerer Qemajl Beqiri (28), sein Engagement beim Regionalliga-Zweiten SV Seligenporten beendet hat, für einigen Wirbel in Pipinsried.

„Qemajl war wie vor den Kopf gestoßen und konnte es gar nicht glauben“, berichtet FCP-Boss Konrad Höß. Offenbar hatte das ehemalige Löwentalent seinen großen Bruder nicht in die Aktion eingeweiht. Obwohl die beiden ein enges Verhältnis haben: Qendrim ist regelmäßiger Gast in der Pipinsrieder Arena.

Kein Wunder, dass ihn Höß daher schon vor Monaten auf ein Engagement im Dachauer Hinterland angesprochen hat. „Doch der wollte nicht unterhalb der Regionalliga kicken“, berichtet Höß einsilbig von den Kontakten. Deswegen hat sich der Dorfclub-Gewaltige auch gar nicht bei dem 22-Jährigen gemeldet, als er von dessen Vertragsauflösung hörte.

Wobei sein Trainer Tobias Strobl skeptisch wirkt, wenn man ihn auf die mögliche Verstärkung anspricht. Weniger, weil er Negatives über das frühere Löwen-Großtalent gehört hätte, sondern aus psychologischen Erwägungen: „Mit Brüderpaaren ist das so eine Sache. Spielt einer von beiden nicht, könnten gleich zwei beleidigt sein.“ Das habe gar nichts mit den Beqiris zu tun, fügt der FCP-Coach hinzu, ähnliche Situationen gäbe es auch anderswo.

Fall erledigt also. Ebenso wie eine andere Personalspekulation, die in diesen Tagen im Raum Ingolstadt kursierte. Deren unfreiwilliger Protagonist: Tobias Strobl. Der Ex-FCI-Kicker wurde mit dem Kreisligisten ST Kraiberg in Verbindung gebracht. Das Sportteam hat seine diesjährige Zielsetzung (Aufstieg) schon jetzt klar verfehlt und will im nächsten Jahr neu angreifen. Das Pikante daran: Die Kraiberger werden zurzeit von Denis Dinulovic betreut, der 2009/2010 als Spielertrainer in Pipinsried aktiv war.

Bahnte sich da etwa eine Personalrochade an? Dinulovic dementiert vehement, als er davon hört: „Da ist überhaupt nichts dran.“ Strobl wiederum lacht spontan auf, als er auf die Gerüchte angesprochen wird: „Da muss eine Verwechslung vorliegen.“ Er räumt ein, dass er vor der Saison mit dem FC Hepberg Gespräche geführt habe, einem Nachbarverein der Kraiberger und wie diese in Kreisliga Donau/Isar 1 aktiv. Strobl stammt aus dem Ingolstädter Vorort, der FCH ist sein Heimatverein. Doch man habe sich damals nicht einigen können, berichtet der 25-Jährige, schließlich habe er sich für den FC Pipinsried entschieden. „Und es war die richtige Entscheidung“, setzt der gelb-blaue Spielertrainer hinzu.

Höß hat dem jungen Mann in dieser Woche einen Vertrag für die nächste Saison vorgelegt, mit dem ultimativen Befehl (und einem Augenzwinkern): „Bis Weihnachten wird unterschrieben!“ Ganz egal, wie das Match gegen die Illertisser ausgehe, betont der Dorfclub-Präsident.

Wobei er keinen Zweifel daran lässt, dass er sich heute einen Sieg wünscht. Denn nur dann kann seine Truppe den Anschluss an die Spitze halten und über Weihnachten von der Bayernliga träumen.

„Es wird sicherlich ein hochklassiges Match“, meint Höß. Sein Grün sei für die Jahreszeit bestens präpariert und erlaube auch technisch guten Fußball, so der FCP-Chef weiter.

FCP-Trainer Tobias Strobl will allerdings absoluten Einsatz sehen: „In Ottobeuren (beim 1:1 vor einer Woche/Anmerkung der Redaktion) haben sich manche Spieler wieder einmal in der letzten halben Stunde versteckt. „Das dulde ich nicht“, tat der Ex-Regionalliga-Spieler energisch kund.

Am heutigen Samstag, im Heimspiel gegen den Punktgleichen Tabellennachbarn FV Illertissen II fehlt dem Pipinsrieder Übungsleiter mit Arthur Kubica einer seiner Mittelfeld-Strategen.

Dafür wird endlich der griechische Zweitliga-Profi Ilias Panagiotidis seine Premiere im gelb-blauen Dress feiern. Michael Funk ist weiterhin verletzt. Der junge Augsburger wird sich in der Winterpause am Kniegelenk operieren lassen.

Vermutlich gibt Thomas Schreiner den Sturmpartner von Michael Holzhammer, denn Shptim Sulimani wusste in Ottobeuren nicht zu überzeugen. Martin Finkenzeller soll zusammen mit dem Spielertrainer die Mitte dicht machen. „Wir haben etwas gut zu machen“, verspricht der Pipinsrieder Coach und hofft auf Unterstützung von den Rängen. kra

Quelle: fussball-vorort.de

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