Pipinsried: Drei Punkte mit Schleifchen für Strobl?

Sein aktives Mitwirken am Geburtstag ist noch ungewiss: FCP-Spielertrainer Tobias Strobl.
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Sein aktives Mitwirken am Geburtstag ist noch ungewiss: FCP-Spielertrainer Tobias Strobl.

FC Pipinsried - Am Samstag feiert FCP-Coach Tobias Strobl seinen 26. Geburtstag. Klar, dass er bei der SpVgg Hankofen-Hailing (Anpfiff: 15 Uhr) einen Dreier einfahren will. Ob Strobl selber mitwirken kann, erscheint aber fraglich.

Um 11.15 Uhr macht sich am Samstag ein 50-Personen-Reisebus auf die Reise von Pipinsried ins niederbayerische Hankofen. An Bord: der Pipinsrieder Spieler- und Funktionärstross sowie der harte Kern des FCP-Anhangs, die Pipinsrieder Ultras sozusagen. Wobei die meisten von ihnen Herren im gesetzten Alter sind, auch die 87-jährige Rosa Zelenka ist mit schöner Regelmäßigkeit mit dabei und feuert ihre Lieblinge lautstark an.

Tobias Strobl vollendet heute sein 26. Lebensjahr. Es ist die zweite Geburtstagsfeier, die der Hepberger im Dachauer Hinterland begeht. Und sie soll erfreulicher ausfallen als die erste, als der Dorfclub in einem Skandalmatch mit 0:2 in Nördlingen baden ging und zum Schluss nur noch mit sieben Feldspielern auf dem Platz stand.

Diesmal wünscht sich Strobl von seiner Truppe einen Sieg – und zwar „ohne Gegentor“, wie er unbescheiden hinzufügt. Übermäßige Angst scheint der Ex-Ingolstädter vor den Hankofenern nicht zu haben – obwohl die immerhin auf Rang sechs stehen und nur drei Zähler weniger auf dem Konto als die Gelb-Blauen haben. „Respekt haben wir immer, Angst nie“, erläutert Strobl.

Er schätzt die Mannschaft seines Kollegen Uli Karmann als „kompakt und kampfstark“ ein, ähnlich wie deren Lokalrivalen aus Bogen. Dort dominierten die Pipinsrieder vor sechs Wochen zwar über die gesamte Spielzeit, doch die entscheidenden Treffer zum 2:0-Erfolg fielen erst in den Schlussminuten. Einer der damaligen Schützen wird heute fehlen: Junis Ibrahims Muskelfaserriss ist immer noch nicht ausgeheilt; der Deutsch-Ägypter kann frühestens in der kommenden Woche wieder in den Übungsbetrieb einsteigen. Dafür kehrt Serge Yohoua in den Kader zurück. Der Ivorer hat seinen grippalen Infekt überwunden bzw. an Christian Adrianowytsch und Tobias Strobl weiter gereicht. Beide lagen die ganze Woche flach; der Innenverteidiger bleibt zu Hause und wird durch Philip Grahammer ersetzt. Strobl hoffte gestern noch, in Hankofen mitwirken zu können. Das Dienstagstraining leitete Co-Trainer Helmut Drexler, inklusive der anschließenden Analyse des 6:1-Erfolgs gegen den SB DJK Rosenheim. Sehr zur Zufriedenheit von Konrad Höß: „Das hatte alles Hand und Fuß, besonders die Einzelkritik, die Drexler angebracht hat.“

Der Pipinsrieder Zampano war nämlich mit der jüngsten Leistung seiner Truppe nicht zufrieden. „Wir sind zu den ersten drei Toren gekommen wie die Jungfrau zum Kind“, so der 72-Jährige: „Wäre unser großartiger Torwart Antoni nicht gewesen, hätte es zur Halbzeit 3:3 stehen können.“ Höß warnt davor, die Niederbayern zu unterschätzen: „Hankofen hat schon sehr gute Spiele gemacht.“ Als Beispiele führt er die Siege gegen Unterhaching II (2:0), Burghausen II (4:2) oder Rosenheim (4:3) an. In den letzten Wochen lief es für die Karmann-Schützlinge allerdings nicht so gut: In Garching gingen sie mit 0:4 unter, Raisting gewann bei den Niederbayern mit 1:0 und beim Schlusslicht FC Ismaning musste sich die SpVgg mit einem 1:1 begnügen. Strobl hat erkannt: „Die Hankofener sind hinten anfällig.“ Das negative Torverhältnis von 22:23 nach 14 Spieltagen spreche für sich, meint der Ex-Profi. „Wenn wir konzentriert zur Sache gehen, können wir erfolgreich sein“, meint auch sein Boss Konrad Höß. Der ewige Vereinsvorstand wird nicht bei der Tour dabei sein: zum einen will er seine Gesundheit schonen, zum anderen trauert er um einen guten Freund, um Ludwig Kneidl. Der 73-jährige frühere Platzkassier ist am vergangenen Wochenende überraschend gestorben. Am Donnerstag war die Beerdigung.

 

Quelle: fussball-vorort.de

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