1. kreisbote-de
  2. Sport
  3. Amateure

Pipinsried-Präsident Höß will wieder vor Gericht

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

null
Geht er wieder vor Gericht? FCP-Präsident Konrad Höß. © cse

FC Pipinsried - "Für uns ist die Sache hiermit erledigt", stand in der letzten Pressemittelung des FC Unterföhring zum Sportgerichtsurteil um das Kunstrasen-Spiel zwischen Pipinsried und dem FCU. Doch die Verantwortlichen haben nicht mit Conny Höß gerechnet. Der plant den Gang vors Zivilgericht.

Das Drama um das Kunstrasenspiel zwischen dem FC Pipinsried und dem FC Unterföhring geht weiter: Conny Höß, Präsident des FC Pipinsried, zog bis vors höchste Sportgericht des Bayerischen Fußball-Verbandes - und scheiterte. Doch geht es nach "Mister Pipinsried", soll der Fall neu aufgerollt werden - vor dem Zivilgericht.

Zum Hintergrund: Die Pipinsrieder waren nicht einverstanden mit der Verlegung der letzten Partie vor der Winterpause. Der FC Pipinsried musste gegen Unterföhring auf dem Kunstrasenplatz antreten, ohne vorab darüber informiert worden zu sein. "Ich hatte schon die Koffer in der Hand und wollte wieder abreisen. Ich habe auch bei den höchsten Instanzen angerufen und sie über meinen Entschluss informiert. Doch Spielleiter Johann Wagner sagte mir, wir müssen spielen." Die Begegnung verloren die Pipinsrieder mit 0:5. Höß spricht von Wettbewerbsverzerrung: "Wenn wir gewusst hätten, dass wir auf Kunstrasen spielen, hätten wir anderes Schuhwerk dabei gehabt. So aber waren wir klar im Nachteil."

Das Nachspiel nimmt weiter kein Ende. "Ich mache niemandem einen Vorwurf. Aber Fakt ist: Ich kenne die Satzung. Vielleicht kenne ich sie sogar besser als mancher beim BFV", betont Höß, den sie im Radio zuletzt als den "Uli Hoeneß des Amateurfußballs" tauften.

Der Kader des FC Pipinsried

Höß suchte den juristischen Weg. Doch mit seiner Klage scheiterte er sowohl vor dem Verbands-Sportgericht des BFV, als auch vor dem Sportgericht der Bayernliga. Die Verbandsfunktionäre wischten den Einspruch vom Tisch mit dem Hinweis, dass der FCU in seinem Vereinsprofil den Kunstrasen als Alternative angab.

Doch für Höß ist das Thema damit nicht vom Tisch, er will sich nicht geschlagen geben. Jetzt zieht der Macher des FC Pipinsried  in Erwägung, den Fall zivilrechtlich neu aufzurollen: "Das hat nichts mit dem FC Unterföhring zu tun. Es geht auch schon längst nicht mehr um das verlorene Spiel. Mir geht es um das Prinzip, Recht zu haben und Recht zu bekommen."

"Dass der Verband an die Vereine Fehlinformationen weitergibt, das darf so nicht mehr vorkommen", begründet Höß seinen Plan, vors Zivilgericht zu gehen. "Viele würden sich freuen, den Höß mit seinem FC Pipinsried vor Gericht zu sehen. Auch ehemalige Verbansfunktionäre haben mir gesagt: Conny, mach das", erzählt der 70-Jährige.

"Ich wäre auch bei einem Sieg vor Gericht gegangen"

Was Höß gemacht hätte, wenn sein Verein das Spiel gegen Unterföhring trotz Kunstrasen und falschem Schuhwerk gewonnen hätte? "Dann wäre ich auch vor Gericht gegangen. Ich bin doch ein fairer Sportsmann", betont Höß.

Ein Streit um ein Landesligaspiel vor dem Zivilgericht - es wäre deutschlandweit einmalig. Geht es nach Höß, scheint der Schritt nur noch eine Frage der Zeit: "Ich werde zusammen mit meinem Sohn überlegen, ob eine zivilrechtliche Klage sinnvoll ist. Fakt ist: Die Sache ist noch lange nicht ausgestanden", betont Höß. Er hat bereits den richtigen Mann an der Seite: Sohn Reinhard ist Jurist.

cse

Auch interessant

Kommentare