Pipinsried: FC Kleinklein gewinnt gegen FC Hochundweit 2:1

FC PipinsriedSaison 2012 2013Michael Holzhammer
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Mit Schmackes ans Gestänge: Michael Holzhammer hat seinen Gegenspieler stehen lassen und zieht ab – ans Aluminium. Sieben Minuten später trifft Holzhammer dann aber doch.

FC Pipinsried - Die Bayernliga- Relegation ist schon eine gefühlte halbe Ewigkeit vorbei. Trotzdem tat der Pipinsrieder 2:1 (1:0)-Sieg gegen den FC Gundelfingen der gelb-blauen Seele gut.

Am Mittwoch wurde Erzrivale FC Affing besiegt, nun die Relegations-Nemesis Gundelfingen: Pipinsrieder Herz, was willst du mehr? Doch den beiden Trainern vom Samstag – Tobias Strobl auf Pipinsrieder und Stefan Anderl auf Gundelfinger Seite – waren solche Reminiszenzen herzlich egal. Erstens waren sie an den Vorgeschichten nicht beteiligt und zweitens beginnt in einer Woche der Liga-Alltag.

Trotzdem wollte sich Anderl nichts zur neuen Saison entlocken lassen. Wobei seine Analyse zum eigenen Team nicht schmeichelhaft ausfiel: „Wir waren zum Schluss platt.“ Ähnliches war auch von Strobl zu hören, allerdings mit der Einschränkung, dass einige seiner Mannen noch am Vorabend in Altomünster aufgetreten waren. Wichtiger war des FCPTrainers zweiter Kritikpunkt: „Wir hätten viel mehr Tore machen müssen.“ Denn zum Schluss wurde die Kiste nochmals eng. Die Gäste bekamen fünf Minuten vor dem Ende einen Strafstoß zugesprochen – und witterten nach dem 2:1-Anschlusstor Morgenluft.

Ein Remis so kurz vor Schluss wäre allerdings mehr als ungerecht gewesen, denn der Dorfclub aus dem Dachauer Hinterland hatte die Partie lange Zeit dominiert und immer wieder schöne Kombinationen gezeigt. Das Tempo wurde von beiden Teams eine Stunde lang hoch gehalten. Nur an Torszenen mangelte es lange Zeit. „Hoch und weit“ (Gundelfingen) gegen „Kleinklein“ (Pipinsried) hieß das Duell in der ersten Halbzeit: Wobei die Schwaben an der sicheren Dorfclub-Abwehr scheiterten, die Pipinsrieder Offensive hingegen am cleveren letzten Pass.

Bis zur 39. Minute, als endlich alles passte und Qemajl Beqiri die heimischen Fans zum Jubeln brachte (1:0, 39.). Gleich darauf setzte Michael Holzhammer das Leder mit Schmackes ans Gestänge – auch dieser Aktion war eine gute Kombination vorausgegangen (44.). Und nach dem Seitenwechsel durfte der Goalgetter der früheren Jahre endlich jubeln (2:0, 51.) – nach einer langen Zeit mit Verletzungen und Bemühungen, sich wieder an das Team heran zu kämpfen. Danach wollten die Strobl- Mannen zaubern, zeigten immer wieder schöne Passfolgen – und gewannen nur Blumentöpfe. „Wir hätten die Partie viel früher entscheiden müssen“, bemängelte der neue Coach hinterher – der selber immer wieder durch dynamische Vorstöße und gewonnene Zweikämpfe auffiel.

Unter dem Strich ein verdienter Sieg für den FC Pipinsried, wie auch Gäste- Trainer Anderl unumwunden zugab. Der neue Pipinsrieder Spielertrainer Tobias Strobl indes wird noch an einigen Stellschrauben drehen wollen. Denn schon am kommenden Sonntag tritt seine Mannschaft zum ersten Punktspiel in der Landesliga Südwest im heimischen Stadion gegen den SV Manching an.

Stenogramm

FC Pipinsried: Antoni, Finkenzeller, Adrianowytsch, Sandner, Atilgan (72. Sulimani), Strobl, Ibrahim (67. Ernesto) , Beqiri (83. Hanusch), Kubica, Schön, Holzhammer

FC Gundelfingen: Kiebler, Reutter (57. Oberfrank), Anzenhofer, Schnelle, Ruffrano, Prießnitz, Schröder (49. Raber), Eberhardt, Müller, Kerle, Winkler (46. Wirth)

Schiedsrichter: Stefan Treiber (Neuburg/Donau)

Zuschauer: 180

Tore: 1:0 (39.) – Arthur Kubica legt das Leder in den Laufweg von Dominik Schön, der klug zu Qemajl Beqiri querlegt. Der Kosovare zieht aus 15 Metern halbrechts ab.

2:0 (51.) – Michael Holzhammer vollendet mit einem Gewaltschuss von der Strafraumgrenze ins untere rechte Ecke. Zuvor lief der Ball wie am Schnürchen zwischen Strobl, Kubica und Schön, der sich seinen zweiten Scorerpunkt verdiente.

Quelle: fussball-vorort.de

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