6:3 – Pipinsried nimmt die Gundelfinger Steilvorlage dankbar auf

Schulterklopfen nach dem Treffer: Christian Weiser und Dominik Sandner gratulieren dem Kopfball-Torschützen Erkan Atilgan zu dessen 2:1. Der Pipinsrieder hat sich allerdings bei dem Treffer einen schmerzhaften Nasenstüber eingefangen.
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Schulterklopfen nach dem Treffer: Christian Weiser und Dominik Sandner gratulieren dem Kopfball-Torschützen Erkan Atilgan zu dessen 2:1. Der Pipinsrieder hat sich allerdings bei dem Treffer einen schmerzhaften Nasenstüber eingefangen.

FC Pipinsried - Der FC Pipinsried hat den Sprung auf den Bayernliga- Relegationsplatz dank eines 6:3 (4:2)-Erfolges gegen die SpVgg Kaufbeuren geschafft. Bedanken müssen sich die Gelb-Blauen aber beim FC Königsbrunn, der dem FC Gundelfingen ein Bein stellte.

von Horst Kramer

Dieses Mal musste es einfach klappen. Am Freitag Abend hatte der FC Gundelfingen, der schärfste Konkurrent der Gelb-Blauen um Platz zwei, erneut gepatzt und gegen Schlusslicht FC Königsbrunn nur 0:0 gespielt. „Das war eine Vorlage, die wir ausnutzen mussten“, erklärte FCP-Coach Tobias Strobl nach dem Neun-Tore- Match gegen Kaufbeuren. „Ich bin schon mit einem guten Gefühl hergefahren“, erklärte er weiter und freute sich schließlich: „Wir hatten uns fest vorgenommen, die gesamte Spielzeit über ein hohes Niveau zu halten und das ist auch weitgehend gelungen.“

Wie schon in den meisten der vergangenen Partien gelang seinem Team ein Blitzstart (1:0/4.) – dem allerdings auch die üblichen Aussetzer folgten. So hatten die Dorfclub- Kicker nach 25 Minuten zwar schon drei Bilderbuch- Tore erzielt, allerdings auch zwei kassiert. Einer der gelb-blauen Edelfans jammerte: „Wir brauchen zehn Topchancen für drei Treffer, die Kaufbeurer dagegen haben zweimal getroffen, ohne sich auch nur eine einzige Abschlusssituation erarbeitet zu haben.“ Klub-Präsident Konrad Höß wusste auch, warum: „Wir spielen ohne Körperkontakt.“ Womit er gar nicht so unrecht hatte. Seine Jungs lieben bekanntlich das verschnörkelte Spiel nach vorne, am harten Defensiv-Zweikampf fehlt indes der Zauberfuß- Fraktion die rechte Freude. Doch insgesamt stimmte die Einstellung. Der Zug Richtung Tor ist direkter geworden. Strobl hatte umgestellt, agierte mit einer Mittelfeld- Raute und zwei Spitzen (Schreiner und Panagiotidis) – und häufigen Rochaden im Sturm und auf der Zehner- Position (Kubica). Dadurch lag das Schwergewicht zwar sehr in der Mitte, aber bei sechs Toren fiel es selbst dem professionellen Oberkritiker Höß schwer, offene Ohren für seine üblichen mahnenden Worte zu finden.

„Lass gut sein, Conny, das war doch ein schönes Spiel“, wurde er von seinem Arzt Dr. Michael Weber ermahnt. Höß gehorchte und schluckte seinen Ärger über den dritten Treffer der Allgäuer hinunter, der nach dem Pausentee nochmals kurzzeitig für Spannung sorgte (58.). Als die Gelb-Blauen dann einen weiteren Zahn zulegten, war die Partie schnell entschieden. Selbst ein 8:3 wäre möglich und verdient gewesen.

„Phasenweise kann man inzwischen meine Handschrift erkennen“, erklärte der junge Spielertrainer nicht ohne Stolz. Schwarz auf Weiß steht nun fest, dass seine Truppe nach 29 Spieltagen einen Zähler Vorsprung (54) auf den FC Gundelfingen (53) hat. Mit 50 Punkten folgt der FSV Illertissen II, die allerdings erst 28 Partien bestritten haben. Vorne thront der SV Raisting (28/59).

Quelle: fussball-vorort.de

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