Pipinsried putzt Burghausen weg

Er eröffnete den Torreigen in Burghausen und erzielte sein erstes Pflichtspieltor für den FCP: Maximilian Zischler (l.).
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Er eröffnete den Torreigen in Burghausen und erzielte sein erstes Pflichtspieltor für den FCP: Maximilian Zischler (l.).

FC Pipinsried - Mit 5:0 (3:0) hat der FC Pipinsried die Drittliga-Reserve des SV Wacker Burghausen weggeputzt. Die gemeinsame Busfahrt der Mannschaft und Fans mutierte so zur ausgelassenen Vergnügungstour.

Es war ein grandioser Sieg der Dorfclub-Kicker. Einer, den so keiner erwartet hätte. „Daran hätte ich nicht einmal während des Spiel geglaubt“, gestand Tobias Strobl, der Pipinsrieder Spielertrainer, nach dem 5:0 (3:0)-Triumph seiner Mannschaft in der Inn- Metropole. „Ein bisschen täuscht das Ergebnis“, schränkte er ein, „es hätte auch 5:2 oder 5:3 ausgehen können“, setzte Strobl ein wenig schelmisch hinzu. Doch dann wurde der Coach ernst: „Es klingt vielleicht seltsam, aber im Grunde haben wir den Gegner nie in den Griff bekommen.“ Der wesentliche Unterschied zwischen beiden Teams: Der FCP war konsequent im Abschluss, der SV Wacker nicht. Strobl sparte sich diesmal Aufstellungsexperimente. Wie erwartet begann Junis Ibrahim im offensiven Mittelfeld- Trio, der Coach bildete mit Max Zischler das Sechsergespann. Und in der Innenverteidigung hatte der erfahrene Erkan Atilgan den Vorzug vor Philipp Grahammer erhalten. Bei den Burghausern lief der frühere Erst und Zweitliga-Profi Youssef Mokhtari (Köln, Duisburg, Cottbus, Fürth) von Beginn an auf. „Starke Präsenz, noch stärker am Ball“, zog Strobl seinen Hut, beschrieb aber auch gleich, wie er und seine Mannen, den Marokkaner versuchten, nicht zur Geltung kommen zu lassen: „Wir wollten ihm die Möglichkeiten nehmen, zum Abschluss zu kommen oder den finalen Pass zu schlagen.“ Offensichtlich mit Erfolg.

Beide Teams begannen verhalten, die ersten Duftmarke setzte die Hausherren: Mit einem gefährlichen Freistoß von Yunus Karayün (17.) und einem fast perfekten Doppelpass von Mokhtari auf Benjamin Kindsvater und zurück (21.). Umso überraschender die Pipinsrieder Führung: Die Dorfclub-Kicker schlugen das erste Mal nach einer Ecke zu (27.). Was Strobl besonders freute: „Wir hatten uns vorgenommen, mehr aus unseren Standards zu machen.“ Keine drei Minuten später folgte eine Zungenschnalz-Aktion von Arthur Kubica. Sein Coach schwärmte: „So was kann man nicht lernen, das hat man im Blut.“ So hieß es nach einer halben Stunde schon 2:0; die Burghauser waren sichtlich angegriffen. Insbesondere weil die Gelb- Blauen munter nachsetzten – und sich nicht, wie sonst so oft, auf ihren Lorbeeren ausruhten. Martin Finkenzeller hatte gar das frühe 3:0 auf dem Schlappen (34.), das Dominik Schön kurz darauf erzielte (37.). Die Hausherren jubelten zwar auch einmal, allerdings etwas zu früh: Ihr Goalgetter Onur Kaya hatte das Leder ins Gäste-Netz befördert, doch der Schiedsrichter- Assistent hatte die Fahne oben (42.).

So herrschte schon zur Halbzeit Jubel, Trubel, Heiterkeit unter dem Pipinsrieder Anhang. Doch es sollte noch besser kommen. Kurz nach dem Wiederanpfiff sorgte der agile Junis Ibrahim für die nächsten Freudenausbrüche bei den Fans und für die Gewissheit, dass an diesem Nachmittag nichts mehr schief gehen konnte (47.). Die Burghauser bemühten sich zwar profihaft weiter, aber sie blieben glücklos. Im Gegensatz zu ihren Gästen: Pirmin Lechthaler setzte den Schlusspunkt. Fünf Minuten vor dem Abpfiff erzielte er seinen ersten Treffer im gelb-blauen Dress (85.). Klar, dass FCP-Präsident Konrad Höß mehr zufrieden war: „Das war eine herausragende Leistung gegen einen starken Gegner. Am liebsten würde ich mir gleich morgen das nächste Spiel unserer Mannschaft anschauen.“ Allzu lange muss er nicht warten. Am Mittwoch ist der TSV Schwabmünchen zu Gast in einem Totopokal-Hauptrundenmatch.

Quelle: fussball-vorort.de

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