Pipinsried verschenkt erneut zwei Punkte

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Pipinsrieds Joker wie Shpetim Sulimani (links) blieben wirkungslos, während Raistings Doppeltorschütze Ludwig Huber bis zum Abpfiff rackerte – und traf.

FC Pipinsried - Der Fußball-Landesligist FC Pipinsried verliert in der Gruppe Südwest weiter an Boden. Mit 2:0 lagen die Gelb-Blauen aus dem Landkreis Dachau zur Halbzeit vorne, doch dann schlug Super-Torjäger Ludwig Huber zweimal zu.

Er sicherte Raisting so einen Punkt. FCPTrainer Strobl war fassungslos, Konrad Höß redete vom Abstieg.

Tobias Strobl rang nach Luft und nach Worten: „Jede Woche muss ich mich hinstellen und erklären, warum wir nicht gewonnen haben, obwohl wir die bessere Mannschaft waren.“ Nach kurzem Nachdenken korrigierte er sich: „Wir haben zwar die besseren Spieler, doch wir sind selten das bessere Team.“ Klar, dass der junge Trainer frustriert war. Mit 2:0 hatten seine Mannen zur Halbzeit geführt.

Raistings Trainer Robert Färber gab auch unumwunden zu: „Pipinsried hatte vor der Pause eindeutig mehr vom Spiel. Unter dem Strich bin ich mit dem Zähler mehr als zufrieden.“ Doch ein Match besteht bekanntlich aus zwei Hälften. In der ersten Spielzeit zauberten die Gelb-Blauen, erspielte sich gleich mehrere gute Torgelegenheiten – und nutzten zwei durch Michael Funk (26.) und Qemajl Beqiri (36.). Wobei weitere Treffer möglich gewesen wären, zum Beispiel wenn Beqiris Schuss nicht nur die Latte gestreift hätte (40.).

Nach dem Seitenwechsel zeigten indes die Gäste immer öfter ihre ganze Klasse – und die besteht aus blitzschnellen Angriffen aus der eigenen Hälfte. Und natürlich aus Ludwig Huber. In der Bewegung ist der Goalgetter kaum zu bremsen. So fiel auch der Anschlusstreffer (52.). Pipinsried hielt durchaus dagegen, zum Beispiel mit einem klugen Doppelpass zwischen Beqiri und Dominik Schön. Raistings Keeper Urban Schaidhauf musste sich mächtig strecken, um einen Treffer zu verhüten (62.). Auch bei einem 25-Meter- Freistoß von Strobl war der letzte Mann der Gäste auf seinem Posten (65.). Doch die Musik spielte jetzt vor allem auf der anderen Seite: Innerhalb von drei Minuten parierte Tobias Antoni gleich drei „Unhaltbare“.

„Das geht nicht gut“, unkte denn auch Vereinsboss-Gattin Kathi Höß. Nicht zuletzt, weil zu sehen war, wie ein gelb-blauer Kicker nach dem anderen körperlich abbaute. Arthur Kubica gewann in den letzten zehn Minuten kein Laufduell mehr, ebenso Beqiri, Ernesto oder Schön. Auch die Einwechslungen erwiesen sich als Rohrkrepierer: Yilmaz Kinaci trat nach seiner Einwechslung aus aussichtsreicher Position nur in den Boden statt gegen den Ball (82.), danach ward er nicht mehr gesehen. Shpetim Sulimani fand wie eh und je keine Bindung zu seinen Mitspielern. Doch im Grunde hätte der Trainer vier bis fünf weitere frische Ausdauerathleten auf das Spielfeld schicken müssen, um die Partie zu retten. Es war nur folgerichtig, dass die Raistinger kurz vor Schluss den Ausgleich erzielten – natürlich durch den unermüdlichen Huber (86.).

„Unsere Aufstiegsträume können wir uns jetzt endgültig abschminken“, konstatierte Konrad Höß – erstaunlich gleichmütig – nach dem Abpfiff. Doch dann setzte er hinzu: „Wenn wir nicht aufpassen, geht es heuer noch gegen den Abstieg.“ Mittlerweile ist sein FC Pipinsried im Mittelfeld der Landesliga Südwest versunken. Zehn Zähler liegt der Dorfclub hinter Tabellenführer Landsberg, auf den Zweiten Gundelfingen beträgt der Rückstand acht Punkte. Neun Zähler liegen die Gelb- Blauen noch vor dem ersten Abstiegsrang.

Quelle: fussball-vorort.de

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