Pipinsried wieder in der Erfolgsspur

Ein intensives Derby: Hier ist Maximilian Zischler Sieger über den Affinger Kapitän Michael Panknin.
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Ein intensives Derby: Hier ist Maximilian Zischler Sieger über den Affinger Kapitän Michael Panknin.

FC Pipinsried - Mit einem 3:0-Sieg beim FC Affing hat der FC Pipinsried die Selbstzweifel, die ihn nach dem Garching-Match befallen hatten, beiseite gefegt. Der Auswärtssieg war verdient, vielleicht um ein Tor zu hoch.

Beide Trainer hatten in den letzten Tagen geblufft. Fragte man nach Kranken- und Verletztenstand, bekam man nur Horrormeldungen zu hören. Das Übliche eben. Natürlich stand bei Pipinsried Dominik Schön doch in der Startelf. Und Affings Coach Stefan Tutschka hatte trotz gegenteiliger Beteuerungen den Tormann gewechselt, Florian Riegel hütete den Affinger Kasten, nachdem Markus Gail in den ersten beiden Partien gepatzt hatte.

Und natürlich war es ein Hochsommerspiel. Um 17 Uhr, zur Anspielzeit, herrschten sicherlich hohe 30 Grad auf dem Rasen an der Affinger Frechholzhausener Straße. Dementsprechend verhalten begann die Partie. Erst in der elften Minute wurde ein Schuss in Richtung eines der beiden Gehäuse abgefeuert – der Affinger Stefan Nießeler hatte es aus der Distanz probiert. Typisch für diese Partie, wie sich in der Folge herausstellen sollte. Beide Teams beharkten sich im wesentlichen im Mittelfeld, Pässe in die Spitze unterblieben auf Pipinsrieder Seite völlig, Affing suchte immer wieder den schnellen Arthur Vogel. Ohne Ergebnis.

Die Führung für die Gelb- Blauen fiel aus dem berühmten Nichts – natürlich ein Fernschuss (19.). Die Partie wurde nun offener, nicht zuletzt weil beide Abwehrreihen relativ hoch standen. Vogel hatte die größte Affinger Chance vor der Pause, fand aber in Tobias Antoni seinen Meister (30.). Auf der Gegenseite bot sich den Pipinsrieder eine doppelte Möglichkeit einzulochen: Holzhammers Geschoss wurde von Riegel abgewehrt, Schöns Nachschuss donnerte an den rechten Pfosten (31.). Die Strobl- Mannen erarbeiten sich nun eine leichte optische Überlegenheit, doch die Tutschka-Schützlinge blieben mit schnelle vorgetragenen Spielzügen brandgefährlich.

Nach der Pause nahm zwar das Tempo etwas ab, nicht aber die Intensität der Partie. Der FCP versuchte es nun durch die Mitte. Zweimal steckte Arthur Kubica genial in der Mitte durch: Doch beim ersten Mal rettete Riegel in „Weltklassemanier“, wie ein Zuschauer kommentierte (57.). Sechs Minuten später zappelte das Leder im Netz: Schön hatte ein weiteres Zuspiel von Kubica genutzt (63). Referee Torsten Wenzlik zeigte zum Mittelpunkt, wurde aber von seinem Assistenten zurück gewunken – ein Pipinsrieder Kicker soll dem Affinger Keeper die Sicht versperrt haben. Welcher, fragten sich da die unmittelbaren Augenzeugen.

Der FCP zog sich dennoch ein wenig zurück: Für den offensiven Schön kam der defensive Philip Grahammer (82.). Bei einem der wenigen Gegenstöße fiel schließlich die Vorentscheidung: Strobl wurde auf dem Weg zum Tor auf der 16-Meter-Linie gebremst – der folgende Freistoß war ein Fall für Taner Yürükgeldi (80.). In der Schlussphase gelang den Pipinsriedern noch ein weiterer Treffer, der letztlich unerheblich war (87.).

Affings Trainer Tutschka war dennoch bedient, er verließ das Spielfeld kommentarlos. Sein kickender Kollege war umso auskunftsfreudiger: „Natürlich bin ich mit dem Spiel und dem Ergebnis zufrieden, auch wenn es einigen Phasen gab, als bei uns die Konzentration nachließ“, sagte Strobl und fügte an: „Respekt für beide Teams, die drei Spiele in sieben Tagen absolviert haben. Wichtig war mir vor allem, dass wir wieder ohne Gegentor geblieben sind.“ Der FCP hat mit dem Derby-Sieg seine Mini-Krise erst einmal beendet.

Quelle: fussball-vorort.de

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