Pipinsried wieder ohne Sieg - Schreiner doch im Kader

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Einmal kam er durch, doch meistens blieb er hängen: Michael Holzhammer, hier im Duell mit Robin Berger.

FC Pipinsried - Der FC Pipinsried kommt nicht in Fahrt. Gegen einen harmlosen TSV Ottobeuren kam das Landesligateam von Tobias Strobl nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus. Eine zweite Überraschung schon vor dem Anpfiff bot der Spielberichtsbogen

Die verbale Entgleisung des Pipinsrieder Neuzugangs Thomas Schreiner hatte unter der Woche für viel Wirbel gesorgt (wir berichteten ausführlich). Konrad Höß suspendierte den 19-Jährigen daraufhin. Umso überraschter waren die Beobachter, als sie den Namen des jungen Mannes auf dem Spielberichtsbogen fanden. „Auf ausdrücklichen Wunsch des Trainers“ habe er die Verbannung des Talents vorläufig aufgehoben, berichtete Höß vor dem Anpfiff. Schreiner habe sich am Freitag beim Team ausführlich entschuldigt, alles weitere werde das Sportgericht entscheiden.

Eine schnelle Entscheidung suchte auch die gelbblaue Startformation – wie schon in Dachau. Qemajl Beqiri (5./13.) und Dominik Schön (12.) hätten für klare Verhältnisse sorgen können, vergaben aber ihre Möglichkeiten überhastet. Der FCP war das bestimmende Team, doch zu überzeugen wusste die Strobl-Truppe trotzdem nicht. Viel zu viele Pässe endeten im Nichts, die meisten Dribblings führten ins Leere. Der Spielertrainer, der selbst aufgrund einer Oberschenkelzerrung pausieren musste, verstand die Welt nicht mehr: „Eigentlich zeichnet uns ja Kombinationssicherheit aus.“ Gestern war indes über weite Strecken das Gegenteil der Fall. Nur beim einzigen Pipinsrieder Treffer wurde ein Angriff über drei Stationen schön zu Ende gespielt - Holzhammer vollendete gekonnt (1:0/38).

Prompt stellte sich in den gelb-blauen Reihen eine trügerische Sicherheit ein. Zum einen, weil die Gäste arg harmlos waren, zum anderen, weil Tobias Antoni auf dem Posten war, wenn sich doch einmal ein Allgäuer durchgemogelt hatte (36./43.). Nach dem Seitenwechsel verflachte die schwache Partie weiter. Strobls Offensivwechsel (Sulimani für Beqiri und Uselmann für Schön) verpufften. Zudem liefen sich Fernando Ernesto und Arthur Kubica immer wieder fest. Der Angolaner leitete durch einen Ballverlust und ein anschließen des Foul an der Mittellinie auch den Gegentreffer der Ottobeurer ein, fast eine Kopie des Dachauer Siegestores vom vergangenen Mittwoch. Nur das der Kopfball diesmal direkt im Netz landete (1:1/81.).

Zwei Gegentore aus weiten Freistößen binnen weniger Tage – das sollte zu denken geben.

Quelle: fussball-vorort.de

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