FC Pipinsried zurück an der Stätte des Titelgewinns

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Zurück an die Stätte des größten Erfolgs: FCP-Torwart Tobias Antoni feierte vor einem knappen halben Jahr in Raisting den Gewinn des Landesliga-Meistertitels.

Tobias Antonis Paraden und Michael Holzhammers Tore haben den FC Pipinsried auf den dritten Vorrundenplatz in der Bayernliga gehievt. Morgen fahren die Gelb-Blauen zurück an die Stätte ihres größten Erfolgs: nach Raisting. Spielertrainer Strobl gibt sich jedoch zurückhaltend.

Es war der 18. Mai 2013, 17.50 Uhr, ein sonniger Frühlings-Samstag. Auf dem Fußballplatz des SV Raisting war die Hölle los: Eine Horde gelb-blau gewandeter junge Männer hüpfte wie wild im Kreis herum, in ihrer Mitte ein ganz in Schwarz gekleideter Hüne – die Kicker des FC Pipinsried und ihr Keeper Tobias Antoni hatten gerade erfahren, dass ihnen der Landesliga-Meistertitel nicht mehr zu nehmen war.

Antoni, zwischen den Pfosten die Ruhe selbst, mutierte in den nächsten Minuten zum regelrechten Feierbiest: Er dirigierte seine Kameraden, verteilte freigiebig Sektduschen und gab die Siegesgesänge vor.

Am morgigen Sonntag reisen der Keeper und dessen Kameraden erneut nach Raisting: Um 14 Uhr läuten sie dort mit ihrem Gastgeber die Rückrunde der Bayernliga-Saison 2013/2014 ein.

Dass die Dorfclub-Kicker die Hinrunde als sensationeller Dritter beenden konnten, hat ganz wesentlich mit den Leistungen des 23-jährigen Augsburgers zu tun, der seit dem Sommer 2012 den Pipinsrieder Kasten hütet. Antoni ist reaktionsschnell auf der Linie, absolut sicher in der Luft, kann ein Spiel lesen und greift inzwischen auch schon mal lautstark ein, wenn er das Gefühl hat, dass es einigen seiner Vorderleute am nötigen Adrenalin mangelt. „Als ,Spieler der Vorrunde‘ bezeichnet zu werden, hat Tobias absolut verdient“, meint denn auch der Pipinsrieder Spielertrainer Tobias Strobl. Beide erklären unisono, sich auf die morgige Partie besonders zu freuen. Und alle beide verweisen auf die gute Bilanz des FCP gegen den SVR: Zwei Siege, ein Remis, 7:2 Tore.

Die zwei Raistinger Treffer erzielte natürlich Ludwig Huber, wer sonst? Klar, dass die Strobl-Mannen wieder ein besonders Augenmerk auf den Goalgetter (heuer bisher sieben Treffer) richten werden. Andererseits ist ihr eigener Torjäger Michael Holzhammer schon deutlich an dem Pfaffenwinkler vorbei gezogen: Elfmal hat der Friedberger bisher getroffen, dabei viermal vom Elfmeterpunkt aus (bei einem Fehlversuch gegen Schwabmünchens Tormann Sebastian Steidle). Häufig waren es entscheidende Tore, wie am vergangenen Wochenende in Ismaning oder in der Vorwoche gegen Sonthofen. Gegen Raisting war Holzhammer bisher indes nicht erfolgreich.

Im Mai sorgten Dominik Schön und Junis Ibrahim für den Sieg. Beim 3:0-Hinspielerfolg trugen sich erneut Schön und Dominic Wünsch (2) in die Torschützenliste ein. Ob die beiden erneut die Flügelzange bilden können, ist allerdings fraglich: Auf der linken Seite, dem Revier Wünschs, könnte Strobl dem wieder genesenen Ibrahim den Vorzug geben. Schön wiederum leidet seit dem Ismaning-Match an einer Oberschenkelzerrung. Sein Einsatz ist fraglich. Dafür steht Serge Yohoua wieder zur Verfügung, der Ivorer hat seine Rotstrafe aus dem Hankofen-Gastspiel abgesessen. Strobl, der sich in Ismaning selber vorzeitig vom Feld nahm, fühlt sich zudem wieder fit. Er wird wohl auf seine angestammte Sechser-Position zurückkehren.

Der FCP-Coach erwartet einen hochmotivierten Gegner: „Die Raistinger haben gegen uns etwas gut zu machen.“ Zwar hat die Truppe vom Trainer Robert Färber drei Tage nach dem 1:5 gegen Garching das Totopokal-Match in Mering mit 2:4 verloren, doch das heiße nichts, so Strobl: „Der SVR kommt über den Kampf und die Teamleistung. Die herbstlichen Platzverhältnisse spielen ihnen außerdem in die Karten.“ Und was sagt Antoni? „Ich fahre mit einem positiven Gefühl an den Ammersee“, gibt sich der Sportmanagement-Student zuversichtlich. Ob er wieder das Feierbiest geben wird, lässt er noch offen...

 

Quelle: fussball-vorort.de

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