SV Pullach: Liedl blickt "nur nach vorne".

Das erste Spiel nach dem Rücktritt von Trainer Carsten Teschke führt den SV Pullach am Samstag (Anstoß 17 Uhr) zum VfB Eichstätt. Theo Liedl, nun Trainer und Manager in Personalunion, gibt sich vor der schweren Aufgabe zuversichtlich.

Pullach – Wenige Tage nach Teschkes überraschendem Rückzug (wir berichteten) würde Liedl die Vergangenheit am liebsten ausblenden. „Wir schauen nur nach vorne“, versichert der SVP-Macher, der neben seiner Rolle als Manager nun voraussichtlich bis zur Winterpause den Job als Coach übernimmt. Nicht einmal den jüngsten, schwachen Auftritt vom 1:3 gegen den FC Unterföhring thematisierte Liedl in den Übungseinheiten der zurückliegenden Woche: „Darüber haben wir nicht mehr gesprochen. Das ist abgehakt. Die Spieler wissen selber, dass das nicht so gut war.“

 

Und sie sind offenbar bereit, alles dafür zu tun, dass sich eine derartige, vor allem in den ersten 45 Minuten blutleere Vorstellung nicht wiederholt. „Die Mannschaft hat gut mitgezogen, im Abschlusstraining waren 22 Leute“, freute sich Liedl über den Eifer seiner Raben.

 

Die hohe Beteiligung weist schon darauf hin: Der 49-Jährige kann im ersten Spiel seiner fünften Amtszeit auf der Pullacher Bank fast aus dem Vollen schöpfen. Mit Kapitän Richard Heckel (Knieverletzung) und Burkibar Cissé (Bauchmuskelzerrung) fehlen nur zwei Akteure. Florian Baier beißt trotz Bänderanriss im Sprunggelenk auf die Zähne. Steffen Purschke, der gegen Unterföhring nach dem Aufwärmen passen musste, trainiert seit Dienstag wieder und nimmt seinen angestammten Platz auf der rechten Abwehrseite ein. Auch Andreas Roth und Orhan Akkurt, die vor einer Woche erst zur Pause kamen, werden diesmal von Beginn an auflaufen. Akkurt war zwar vor einigen Tagen angeschlagen, meldete sich aber wieder fit. Und Liedl will auf seinen Torjäger keinesfalls verzichten.

 

Treffsicherheit dürfte schließlich gefragt sein gegen die Eichstätter, die mit zehn Gegentoren nach den Raben (sieben) statistisch gesehen die zweitbeste Defensive der Bayernliga Süd stellen, auf diese Weise ihre Offensivmängel (14 Tore sind der schlechteste Wert der vorderen zehn Teams) ausgleichen und sich zuletzt Stück für Stück bis auf Rang sechs vorschieben konnten. Mit durchaus beachtenswerten Serien: Seit sieben Runden sind die Altmühltaler ungeschlagen, in den jüngsten fünf Partien blieben sie ohne Gegentor und zuletzt konnten sie dreimal in Folge gewinnen.

 

„Eichstätt ist im Kommen. Das wird schwer“, weiß Liedl, doch verstecken wollen sich die Raben als Tabellenzweiter trotz des Ausrutschers gegen Unterföhring, der ersten Bayernliganiederlage im zwölften Spiel, keineswegs: „Die Jungs sind gut drauf, wir fahren selbstbewusst da hin.“

 

 

 

Quelle: fussball-vorort.de

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