SV Pullach plagen altbekannte Sorgen

Christopher Reitter fällt wegen einer in der Vorbereitung erlittenen Knöchelverletzung für längere Zeit aus. Foto: bro

SV Pullach - Vor dem Landesliga-Frühjahrsstart gegen den SB Rosenheim am Samstag (14 Uhr) plagen den SV Pullach altbekannte Sorgen: Hinter einigen Spielern stehen dicke Fragezeichen, andere fallen sicher aus.

VON UMBERTO SAVIGNANO

Pullach –Theo Liedl kennt diese Situation aus den vergangenen Jahre zur Genüge: „Wer spielt, wird sich teilweise erst am Samstag entscheiden“, kündigt der SVP-Manager an. Dann listet er die Ausfälle auf: Michael Berchtold fehlt wegen eines Praktikums in Hamburg bis Saisonende; Philipp Malige studiert in Regensburg, ist voraussichtlich erst ab April wieder im Einsatz; Pechvogel Christopher Reitter fehlt wegen einer in der Vorbereitung erlittenen Knöchelverletzung wieder einmal für längere Zeit; Tomislav Knapic hat einen Muskelfaserriss.

Fragezeichen stehen zudem hinter Richard Heckel und Volkan Cukur (beide krank), Markus Rieger (Prellung) und Stefan Suchanke (Leistenzerrung). Stürmer Suchanke wäre als einer von zwei Neuzugängen gesetzt, falls er grünes Licht bekommt. Sicher dabei ist Jürgen Dörfler, der vom Kreisklassisten SpVgg 1906 Haidhausen kam, früher aber schon höherklassig in Grünwald und Starnberg aktiv war. „Er hat sich wirklich in die Mannschaft gespielt“, lobt Liedl den 25-Jährigen, der im defensiven Mittelfeld und in der Abwehr auflaufen kann.

Auf die ausländischen Neuankömmlinge, den Spanier Marin Arana Enrique und den mit viel Vorschusslorbeer bedachten Dänen Kasper Olesen, kann Trainer Carsten Teschke hingegen nicht bauen. Enrique könne in der Landesliga körperlich nicht mithalten, so Liedl. Merkwürdig ist die Geschichte um Olesen. Liedl: „Er ist nicht mehr aufgetaucht. Wir wissen nicht, ob er wieder in Dänemark ist.“

Die Vorbereitung beurteilt Liedl durchwachsen. Es sei gut trainiert worden, aber die Testspiele boten ein Auf und Ab. „Beim 1:2 gegen die SpVgg Unterhaching II hat die Mannschaft sehr gut gespielt, aber danach beim 1:3 gegen die Hachinger U 19 vogelwild und ohne Einstellung“, wundert sich der Manager. Alle anderen Partien gewann der SVP: 2:0 gegen die FT Starnberg 09, 3:1 gegen den FC Aschheim und zuletzt 4:1 gegen den TSV Eching.

Doch jetzt wird es ernst: Die Raben bekommen es mit einem ambitionierten Gegner zu tun. Rosenheim ist Vierter, punktgleich mit dem Dritten Gersthofen.

Auf Spitzenreiter FC Unterföhring beträgt der Rückstand zwar schon sieben Zähler, doch am Zweiten aus Kottern und damit am Relegationsplatz zum Bayernliga-Aufstieg sind sie knapp dran. „Wir wollen auf alle Fälle unsere Position verteidigen, die Rückrunde genauso gut wie die Vorrunde spielen“, sagt SB-Coach Walter Werner, aus langjähriger Tätigkeit beim TSV Grünwald im Landkreis noch gut in Erinnerung. „Was dann rauskommt, muss man sehen.“ Sollte der Sprung nach oben tatsächlich gelingen, wäre der Verein bereit: „Das wird keiner aus der Liga sagen, dass er nicht rauf will. Wir werden alles dafür tun.“, so Werner, der „ein schweres Spiel“ erwartet. „Pullach ist eine gute Mannschaft, die zuletzt viele Punkte geholt und jetzt den Kader ergänzt hat.“

Die Vergangenheit spricht allerdings für die Rosenheimer. „Die sind unser Angstgegner, gegen die haben wir noch nie gut ausgesehen“, blickt Liedl dem Auftakt mit einem flauen Gefühl entgegen, wie auch der gesamten Restsaison, in die sein Team als Siebter mit 27 Zählern startet: „Wir wollen so schnell wie möglich gut über die 40 Punkte kommen, um den Klassenerhalt zu sichern. Aber das wird schwer genug.“

Quelle: fussball-vorort.de

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