1:3 - Pullach verliert Spiel und Schinagel

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Verletzt in letzter Minute: Routinier Jochen Schinagel. Foto: Bro

SV Pullach - Schwarzer Samstag für Pullach. Das Heimspiel gegen den FC Ergolding endete mit einer 1:3-Niederlage – und einer schweren Verletzung. Jochen Schinagel hat es an der Schulter erwischt.

von Umberto Savignano

Die allerletzte Aktion machte aus einem bescheidenen einen so richtig beschi... enen Nachmittag: Ein Verteidiger des FC Ergolding hatte Jochen Schinagel im Luftduell gerempelt, der Sturm-Routinier des SV Pullach blieb anschließend mit schlimmen Schmerzen in der Schulter liegen. Das Gelenk war zumindest ausgekugelt, weitere Schäden nicht ausgeschlossen. Ein Rettungswagen brachte Schinagel ins Krankenhaus. Auf die Sanitäter konnte der 38-Jährige am Ort des Geschehens warten: Schiedrichter Jonas Wild (Pähl) ließ den fälligen Freistoß gar nicht mehr ausführen. Warum auch? Selbst ein Treffer in der Nachspielzeit hätte den Hausherren nichts mehr genützt, sie unterlagen den Niederbayern mit 1:3 (0:0).

So wie Schinagels Pech den Tiefpunkt des Spiels bedeutete, so markierten die 90 Minuten einen neuen Tiefpunkt in der bisherigen SVPSaison. „Erschreckend und enttäuschend“, lautete Trainer Carsten Teschkes Zwischenfazit zur Winterpause, „das Spiel passt genau dazu.“ Seine in Sachen Ballfertigkeit zweifellos überlegenen Spieler mussten sich nicht unverdient einem läuferisch und kämpferisch besseren, willensstärkeren Gegner geschlagen geben. „Aber das ist ja nichts Neues, Gründas passiert uns Woche für Woche“, kritisierte Teschke.

Schon in der torlosen ersten Halbzeit war die Unzufriedenheit des Trainers zu spüren: „Raus! Raus!“, trieb er seine Verteidiger an, früher anzugreifen, dem keineswegs nur mauernden Gegner nicht zu viel Raum im Mittelfeld zu überlassen. Und auch manch Aktiver wunderte sich über fehlende Anspielstationen aufgrund der mangelhaften Bewegung ohne Ball. Sogar die Frage: „Wer von uns spielt mit?“ war zu hören. Wenn die Raben doch mal rasant Fußball spielten, wurde es gleich gefährlich.

Das war im ersten Durchgang etwa fünfmal der Fall, die beste Chance durch Orhan Akkurt vereitelte der starke Gäste-Keeper Michael Hanglberger (35.). Noch größer war aber Ergoldings Gelegenheit, die Matthias Radius allein vor dem Tor eher kläglich versiebte (41.). Nach dem Wechsel schnürte der SVP Ergolding zunächst ein, Akkurt scheiterte erneut an Hanglberger (53.). Doch dann folgten die mehr als turbulenten Minuten der Entscheidung. Pullachs Torwart Cerruti Nsuka-Zola, der den aus familiären Gründen fehlenden Gil Shohat ersetzte, bediente versehentlich Ergoldings Daniel Treimer, der sich die Chance nicht nehmen ließ (60.).

Als Nsuka-Zola kurz darauf per Fußabwehr prächtig reagierte, bugsierte sein Verteidiger Philipp Malige den Ball zu FC-Stürmer Christoph Konietzny, der zum 0:2 traf (64.). Im direkten Gegenzug köpfte Schinagel nach Andreas Roths Flanke den Anschlusstreffer, doch kaum eine weitere Minute später lud Volkan Cukur per Fehlpass Treimer zum 1:3 ein (65.). „Alle drei Tore haben wir selbst aufgelegt“, zürnte Teschke. Dass sein Team danach anrannte, auch ein paar Chancen und durch Sebastian Schuff einen Lattentreffer verzeichnete (79.), änderte nichts mehr daran, dass der Coach nach dieser Niederlage und der Leistung den Aufstieg abgehakt hat: „Für uns geht es nur noch um die goldene Ananas.“ Der Saisonverlauf, dieses Spiel und Schinagels Malheur sind am eigentlich fußballverrückten Trainer nicht spurlos vorübergegangen: „Ich bin froh, dass jetzt Winterpause ist.“

Quelle: fussball-vorort.de

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