Am Samstag könnte der erste Schritt erfolgen

SV Pullach will Meister werden

F: Jung

SV Pullach – Vor dem Gastspiel beim TSV Rain/Lech am Samstag (16 Uhr) gibt man sich beim SV Pullach in der Titelfrage kämpferisch. „Wenn wir die letzten vier Spiele gewinnen, bin ich überzeugt, dass wir Meister werden“, sagt Manager Theo Liedl.

So schnell kann es manchmal gehen: Mit einem mehrwöchigen Durchhänger hatten die Raben einen Riesenvorsprung auf den FC Unterföhring verspielt, mussten diesen vorbeiziehen lassen und schienen moralisch deutlicher im Hintertreffen als den einen läppischen Punkt in der Tabelle. Doch vor einer Woche landeten sie den Befreiungsschlag mit einem 5:2 über den SV Kirchanschöring, bei dem sie nach sieben Minuten schon 0:2 zurücklagen. Trainer Frank Schmöller schwärmt immer noch von diesem Comeback in einer Situation, in der andere Teams „womöglich komplett auseinandergebrochen wären. Meine Mannschaft hat sich dagegen mit Leidenschaft reingekämpft und reingebissen.“

 

Und so scheint plötzlich nicht nur statistisch, sondern auch mental wieder alles möglich. Wobei die nächste Aufgabe in Rain laut Schmöller „ganz schön knackig“ ist. Dass der nach gutem Start mittlerweile im grauen Mittelfeld der Tabelle gelandete Regionalliga-Absteiger zuletzt in Unterföhring mit 1:5 unterlag, besage gar nichts: „Davon dürfen wir uns nicht blenden lassen. Rain ist eine gute Mannschaft mit regionalligaerfahrenen Spielern.“

 

Aber auch mit Verletzungsproblemen, und davon kann Schmöller derzeit ebenfalls ein Lied singen. Im Fall von Martin Bauers dickem Knie gab es immerhin Entwarnung: Nur eine Reizung, der Offensivmann auf dem rechten Flügel ist wieder ins Training eingestiegen, sollte zumindest im Kader stehen. Weiterhin fehlen werden aber Lukas Dotzler, Thomas Meyer und Andreas Roth. Akute Sorgen bereitet Schmöller zudem der Fall Daniel Leugner: Der etatmäßige Innenverteidiger, der seine Begabung zuletzt auf mehreren Mittelfeldpositionen zeigen durfte, leidet an einer Muskelverhärtung. „Ob er spielen kann, wird sich erst ganz kurzfristig entscheiden“, so der Coach.

 

Da trifft es sich gut, dass sich gegen Kirchanschöring ein anderer Akteur aufdrängte, der bislang kaum zu sehen war: Besart Murtezi, kurz vor der Pause eingewechselt und gleich mit einem Kopfballtreffer zum 1:2-Anschluss erfolgreich, wurde nicht nur deshalb von Schmöller gelobt: „Er ist gut reingekommen, hat sich in jeden Zweikampf und jeden Kopfball reingeworfen wie ein Stier.“ Murtezi war vor der Saison vom TSV 1860 Rosenheim gekommen, zunächst aber verletzt. Fürs Frühjahr galt er als Ersatz für Steffen Purschke, der in der Winterpause aus beruflichen Gründen die Fußballschuhe an den Nagel hängte, doch dann bremste er sich selbst. „Er war als rechter Verteidiger vorgesehen, hat aber in der Wintervorbereitung noch zehn Tage Urlaub gemacht, sodass ich ihn nicht aufbauen konnte“, erzählt Schmöller, der Murtezis Engagement gegen Kirchanschöring jetzt aber wohl mit einem Einsatz in der Startelf honoriert: „Er hat sich ins Team gespielt, da brauche ich gar nicht drum rumreden.“ um

 

SV Pullach: Hofmann – Dinkelbach, Mooshofer, Benede, Beierkuhnlein, Murtezi, Häfele, Leugner, Hutterer, Penic, Sulmer 

Quelle: fussball-vorort.de

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