Pullacher Studenten-Team fährt nach Kirchanschöring

Theo Liedl ist ziemlich angefressen. Die frühe Ansetzung des Pokalspiels in Kirchanschöring passt dem Pullacher Manager überhaupt nicht. Foto: Archiv bro

SV Pullach - Mit Notbesetzung zum Pokalspiel nach Kirchanschöring. Eine Mischung aus erster, zweiter und dritter Mannschaft hatte Walter König für das heutige Toto-Pokal-Gastspiel beim SV Kirchanschöring angekündigt.

Einige Tage später haben die Raben die Auswahl und damit ihre Aussichten auf einen Erfolg in der 1. BFV-Hauptrunde des Wettbewerbs aus freien Stücken noch weiter eingeschränkt. „Es wird eine Mischung aus zweiter und dritter Mannschaft nach Kirchanschöring fahren“, so Manager Theo Liedl, „wir haben nämlich nur noch acht gesunde Landesliga-Spieler.“

Allenfalls Ersatzkeeper Markus Hartmannsgruber, Stürmer Theo Knöß, der bisher kaum zum Zug kam, und Urlaubsrückkehrer Stefan Benzinger stoßen aus dem Kreis der ersten Mannschaft möglicherweise dazu. Betreut wird das Team von Reserve-Trainer Andreas Eger, Chefcoach Carsten Teschke ist ebenso wenig mit von der Partie wie die beruflich verhinderten Liedl und König.

Die Mixtur aus Kreisliga- und A-Klassenkickern wird fast zwangsläufig ein Studenten-Team sein. „Das ist jetzt unser viertes Spiel unter der Woche auswärts in dieser Saison, da können die Spieler, die arbeiten, nicht jedes Mal Urlaub nehmen“, findet Liedl, erst recht bei dieser knappen Vorlaufzeit. Schließlich wurden die Paarungen erst am vergangenen Samstag vor dem Bundesligaspiel zwischen dem 1. FC Nürnberg und dem FC Augsburg ermittelt.

Klar ist für Liedl aber auch, dass eine Absage nicht in Frage kommt, zumal man sich beim Bayerischen Fußball-Verband jetzt, da der Einspruch gegen den Drei-Punkte-Abzug in der Liga läuft (wir berichteten), keinesfalls in die Nesseln setzen will. „Wir kommen unserer Pflicht nach und wir wollen auch versuchen, in Kirchanschöring zu gewinnen, auch wenn es schwer ist, denn die haben in der Liga genauso viele Punkte wie wir.“ Vielleicht wachsen die Reservisten ja über sich hinaus. „Für die ist es sicher eine tolle Sache, Landesligaluft zu schnuppern“, so Liedl.

Da nimmt man selbst die Zwei-Stunden-Fahrt in den hübschen Rupertiwinkel in Kauf, die die Raben übrigens in zwei Kleinbussen antreten, die die Gemeinde und die Firma von Fußball-Boss Peter Koppermann zur Verfügung stellen.

um

Quelle: fussball-vorort.de

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