Pullachs erster Sieg mit Trainer Schmöller

Per Kopf markiert Orhan Akkurt das Pullacher 1:0.
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Per Kopf markiert Orhan Akkurt das Pullacher 1:0.

SV Pullach - Frank Schmöllers Kommentar passte gleich in mehrfacher Hinsicht: „Aller guten Dinge sind drei“, sagte der Trainer des SV Pullach nach dem 3:0 (1:0)-Sieg beim SV Raisting, der seinem Team drei Punkte bescherte und ihm selbst im dritten Spiel als Raben- Coach den ersten Sieg.

Schmöllers Spruch bezog sich natürlich vor allem auf den ersten vollen Erfolg seiner Amtszeit, den er schon herbeigesehnt hatte: „Man setzt sich ja auch selber unter Druck. Da kommt man als Trainer zum Tabellenzweiten und denkt, es muss jetzt einfach so weitergehen.“ Doch „einfach so“ ging es eben nicht weiter: Die zwei Punkteteilungen in Sonthofen und gegen Ismaning waren dem 47-Jährigen zumindest eine zu viel.

Wobei er um Verständnis warb: „Es ist ja auch ein bisschen viel auf die Mannschaft zugekommen. Erst der dritte Trainer in dieser Saison (nach dem zurückgetretenen Carsten Teschke und Manager und Interimscoach Theo Liedl - d. Red.), und dann noch jemand wie ich mit einer gewissen medialen Präsenz.“ Dass Siege in der Bayernliga gegen keinen Gegner eine Selbstverständlichkeit sind, mussten die Pullacher zunächst auch in Raisting erfahren, vor allem in der ersten Halbzeit. „Es war ein Spiel auf gutem Niveau, in dem wir nach meiner Auffassung zwar mehr Spielanteile und die reifere Spielanlage hatten, aber keine Chancen“, analysierte Schmöller den ersten Durchgang gegen körperlich präsente Gastgeber. Fast mit dem Pausenpfiff erzielte Orhan Akkurt dann aber doch die SVP-Führung und Schmöller meinte: „Ein Tor durch eine Standardsituation in der 45. Minute ist dann oft der Dosenöffner.“

Danach sah es zunächst aber nicht aus: Zu Beginn der zweiten Halbzeit drängte Raisting mächtig. „Da sind wir in der einen oder anderen Situation richtig geschwommen, hatten auch Glück, als ein Raistinger vorbeigeschossen hat. Wenn er den querlegt, ist er drin“, so Schmöller, der sich aber auf Akkurt verlassen konnte: Nach schöner Vorarbeit von Christoph Dinkelbach und Maxi Schuster musste der Torjäger den Ball nur noch ins leere Gehäuse schieben (50.). „Dieses Tor gehört auch Christoph und Maxi, es war von allen super gespielt“, lobte Schmöller, dem vor allem Schusters finaler Pass gefiel, weil er mit diesem genau das besprochen hatte.

„Ich habe ihm gesagt, es ist egal, wer die Tore macht und dass er auch mal querlegen soll. Und es gibt ja nichts Besseres für einen Trainer, als wenn der Spieler es sofort umsetzt.“ Erfreulich für Schmöller auch, dass Akkurt nach gerade auskuriertem Virus-Infekt, ebenso wie Christoph Meißner, von Anfang an auflaufen konnte. Nach 69 Minuten musste der Stürmer zwar entkräftet raus. „Aber es hat sich gelohnt“, strahlte Schmöller. Weniger berückend fand der Ex-Profi, dass sein Team trotz des klaren Vorsprungs die kampfstarken Raistinger immer wieder ins Spiel und zur einen oder anderen Chance kommen ließ.

Und das auch noch nach Dinkelbachs 0:3 (72.). „Das kann man auch entspannter und ruhiger zu Ende spielen.“ Dennoch: Der erste Dreier tat nicht nur dem Konto gut, er stimmt Schmöller auch zuversichtlich für die letzten beiden anstehenden Aufgaben vor der Winterpause: „Ich denke, wir sind jetzt in der Spur.“

Quelle: fussball-vorort.de

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