Punkte für Hof: Heimstetten droht der direkte Abstieg

Claus Schromm und seinem Team droht nach dem Gerichtsurteil zu Gunsten der Hofer der direkte Abstieg in die Landesliga Süd

SV Heimstetten - Bayernligist SpVgg Bayern Hof hat sich die Punkte vor dem Hofer Landgericht vor dem letzten Spieltag per einstweiliger Verfügung zurück erstritten.

Den punktgleichen SV Heimstetten TSV Aindling und die SpVgg Bayreuth droht dadurch wieder der direkte Abstieg

von Matthias Vogel

Lesen Sie, wie der BFV die Lage beschreibt

Heimstetten – Nachdem ein Fan im Heimspiel gegen den FC Ingolstadt II einen der Schiedsrichter mit einem Becher beworfen hatte, wurde der Verein am 11. Mai vom Sportgericht des Bayerischen Fußball-Verbandes zunächst mit drei, dann mit zwei Punkten Abzug bestraft.

Nach dem jüngsten Spieltag stand Bayern Hof mit 36 Zählern bereits als Absteiger fest. Jetzt stehen 38 Punkte zu Buche, damit hat Hof wieder die Chance, im letzten Saisonspiel am kommenden Wochenende die Klasse doch noch zu halten. Vom Urteil des Landgerichts sind auch die drei Teams betroffen, die bislang 40 Punkte gehamstert haben: der SV Heimstetten, der TSV Aindling und die SpVgg Bayreuth. Diese Clubs hatten den direkten Abstieg schon abgewendet, der ihnen jetzt wieder droht. Heimstettens Manager Michael Matejka verstand am Dienstag die Fußball-Welt nicht mehr: „Für mich ist es nicht in Ordnung, dass sich ein Zivilgericht in die Angelegenheiten des Sportgerichts einmischt. Es geht hier ja nicht um eine Verletzung der Menschenwürde, sondern darum, dass die SpVgg Bayern Hof zum wiederholten Mal gegen die Statuten des Verbandes verstoßen hat.“

"Die sollten lieber dafür sorgen, dass keine Becher geworfen werden!"

Michael Matejka SVH-Manager: „Es ist nicht in Ordnung, dass sich ein Zivilgericht in die Angelegenheiten eines Sportgerichtseinmischt.“Foto: Archiv

Der Vorfall während des Ingolstadt-Spiels war nicht der erste seiner Art in dieser Saison im Hofer Stadion. Ihm läge nichts ferner, als jetzt von Wettbewerbsverzerrung zu reden, sagte der SVH-Manager. Ihn ärgere aber, dass es ausgerechnet Hof andauernd mache. „Die Hofer reden davon, wenn ihnen das Sportgericht Punkte abzieht, anstatt dafür zu sorgen, dass ein Becherwurf nicht mehr vorkommt. Und sie reden davon, wenn Erlangen-Bruck seine zweite Mannschaft in der Landesliga stärkt und damit seine Bayernliga-Elf schwächt. Vor einem Jahr haben sie das aber zum Beispiel selber so gemacht.“ Sportlich jucke ihn das Urteil nicht sonderlich. „Wir hatten die Relegation ja schon sicher und können jetzt nicht so locker in die Partie gegen Bamberg gehen. Aber gewinnen müssen wir so oder so.“ Und schließlich habe Hof ja nur eine einstweilige Verfügung erwirkt, der Bayerische Fußball-Verband könne also noch gegen die Entscheidung des Landgerichts vorgehen. Dessen Intervention in die Causa „Becherwurf“ bleibe für ihn unverständlich. „Das sage ich nicht nur, weil wir davon betroffen sind. Das würde ich auch anstelle des Meisters FC Ismaning so sehen.“

Quelle: fussball-vorort.de

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