Regen löst SVH in Einzelteile auf: "Um Tore gebettelt"

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Seine Mannschaft habe „regelrecht um Gegentore gebettelt“, monierte Coach Elfinger. Foto: Leifer

SV Heimstetten - Das war es nun mit der großen Serie. Mit einer indiskutabel schlechten zweiten Halbzeit verlor der SV Heimstetten 1:4 (1:0) gegen den TSV 1860 Rosenheim.

von Nico Bauer

Nach 15 Punkten aus acht Spielen setzte es nun wieder eine Niederlage für den Fußball- Regionalligisten. Die Zuschauer hatten sich an dem verregneten Herbstabend gerade unter das Dach der Tribüne geflüchtet, als sie von den Gastgebern schon eine erste Erwärmung bekamen. Marco Bläser wurde im Strafraum gelegt und die Elfmeterentscheidung fiel Schiedsrichter Christian Dietz nicht wirklich schwer. Christoph Schmitt ließ sich die Chance zur frühen Führung nicht entgehen.

Die Heimstettener überzeugten auch in der Folgezeit nach dem 1:0. Immer wieder wurde es im Ansatz gefährlich, wobei die Angriffe nicht konsequent genug zu Ende gespielt wurden. Als Andreas Neumayer Mitte der ersten Hälfte freistehend über das Tor schoss, sang der Fanclub schon einmal zaghaft „Nie mehr Regionalliga“.

Der dritte Platz in der Blitztabelle sorgte auch im strömenden Regen für Sommergefühle im Heimstettener Fußballherz. Die Führung zur Pause ging auch so in Ordnung. Heimstetten gewann die wichtigen Zweikämpfe und kontrollierte das Geschehen. Die von dem ehemaligen Unterföhringer Dirk Teschke trainierten Rosenheimer sorgten nur bei zwei Ecken für größere Gefahr. Doch bekanntlich dauert ein Fußballspiel zweimal 45 Minuten und der zweite Teil war das völlige Gegenteil des ersten.

Die Rosenheimer hatten die Pausenansprache Teschkes („Ich will dieses Spiel noch gewinnen“) verinnerlicht und schoben gewaltig an. Heimstetten dagegen löste sich im tristen Dauerregen ohne ersichtliche Gründe völlig in die Einzelteile auf. Seine Mannschaft habe „regelrecht um Gegentore gebettelt“, monierte Coach Elfinger. Die Abwehr schwamm ohne den zur Pause verletzt ausgeschiedenen Valentin De La Motte und der sonst recht zuverlässige Torwart Patrick Lehner wurde zum völligen Risikofaktor. Mehrere in den Fünfmeterraum fliegende Ecken ließ er erst zur Gefahr werden und das D-Jugend-Schüsschen zum 1:2 würde mancher Keeper einfach mit dem Fuß stoppen. Bei so einem Ball spielte es auch keine Rolle, dass der Ball glitschig war und zudem aufsetzte. Sieben Minuten vor dem 1:2 hatte Rosenheim völlig verdient ausgeglichen. In Rückstand liegend hatte das Heimteam durch Neumayer noch eine Chance mit einem Schlenzer aus der Distanz. Den parierte der Torwart und am Ende zerlegte der TSV 1860 die Heimstettener mit Kontern. Vor diesem Hintergrund war der Schlusspfiff wie eine Erlösung.

Quelle: fussball-vorort.de

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