Regionalliga-Traum: Vereinsgründer Höß vor Krönung

Vereinsgründer Konny Höß und der Traum von der Regionalliga. Foto: Leifer

Das Leben ist kein Wunschkonzert, der Fußball schon gar nicht. Wenn man sich aber etwas wünschen dürfte für das Ende dieser Saison, dann vielleicht den Aufstieg des FC Pipinsried in die Regionalliga. Schließlich feiert der Dorfverein aus dem Kreis Dachau gerade 50-jähriges Jubiläum, für den umtriebigen Vereinsgründer Konrad Höß wäre die Regionalliga die Krönung seines Lebenswerks.

Und so unwahrscheinlich ist der Aufstieg gar nicht mehr. Die Woche ist gut gelaufen für Pipinsried, sehr gut sogar. Am Mittwoch hat man mit dem Sieg über Heimstetten einen Mitkonkurrenten abgeschüttelt, am Samstag als einziger der drei Erstplatzierten drei Punkte eigenfahren. Durch die Niederlagen von Pullach und vor allem Unterföhring ist nun sogar die direkte Qualifikation für die Regionalliga möglich, vier Punkte fehlen nur noch zur Tabellenspitze.

Eigentlich wäre es nur einer. Wenn man dieses Derby gegen Dachau vor vier Wochen nicht so dumm verloren hätte. Beim 1:2 nach früher Führung ärgerte Höß vor allem, dass man fast das gesamte Spiel in Unterzahl bestreiten musste. „Ich war selbst nicht dabei, aber alle haben mir erzählt, dass die Rote Karte gegen Krammel völlig überzogen war.“ Die zog der Schiedsrichter bereits nach drei Minuten wegen einer angeblichen Notbremse und wenn Höß den Namen Hofbauer nur hört, kocht er vor Wut: „Den habe ich wegen eines früheren Vorfalls schon mal abgelehnt und ausgerechnet der pfeift das Derby.“

Vielleicht aber ist das alles bald vergessen, Pipinsrieds Restprogramm macht Mut. Hankofen, Ismaning, Wolf-ratshausen und Vilzing – alles keine Spitzenteams. Dazu mit Schwabmünchen ein direkter Konkurrent. Dort muss man bestehen, dann ist die Regionalliga für den Dorfverein vielleicht bald keine Utopie mehr. Dem Konrad Höß wäre es zu gönnen.

Quelle: fussball-vorort.de

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