FC Bayern schenkt SCF komplette Einnahmen

Rekordmeister zu Gast beim SC Fürstenfeldbruck 

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Rasenprüfung: Manager Alfred Thurner ist auch für die Platzpflege zuständig.

SC Fürstenfeldbruck – Seit gestern haben sie es schwarz auf weiß: Der FC Bayern verlangt für seinen kurzfristigen Testspiel-Auftritt heute Abend, 18 Uhr, keinen Cent vom SC Fürstenfeldbruck. Wie viel beim finanziell klammen Bayernliga-Verein nun eingenommen wird, hängt von der Zuschauerzahl ab.

Und die können weder Bayern-Funktionäre noch ihre SCF-Kollegen und auch nicht die Polizei abschätzen. Erfahrungswerte sprechen aber dafür, dass es mehr als 3000 sein dürften, die einen Platz in einer der beiden je 2000 Zuschauer fassenden Tribünen ergattern wollen. Gestern Abend, als die Vorverkaufskasse nach sechsstündiger Öffnungszeit um 20 Uhr schloss, waren schon 1020 Tickets über den Verkaufstisch gegangen. Heute ab 12 Uhr wird weiter verkauft.

Zwischen 30.000 und 50.000 Euro Reingewinn

Ticketschalter: Ex-Schatzmeisterin Sieglinde Schmid verkaufte bis gestern Abend 1020 Eintrittskarten.

Bei zwölf Euro regulären und acht Euro ermäßigten Eintrittspreisen kann sich der neue Schatzmeister Gerhard Fischer schon mal die Hände reiben: Zwischen 30 000 und 50 000 Euro Reingewinn könnten eingesackt werden. Lediglich die Spesen für Drittliga-Schiedsrichter Karl Valentin aus Taufkirchen/Vils muss der Bayernligist aus der eigenen Tasche zahlen.

Zu den Einnahmen kommen noch die Erlöse aus den Grillständen. 1000 Würstl hat Vizepräsident Hannes Mühlberger geordert. Und Monika Brand, die neue Vereinswirtin und Schwester von Abteilungsleiter Alfred Thurner, ist auch gerüstet: 1500 Wurst- und Schnitzelsemmeln werden heute fertig gemacht.

Erst am Sonntag war Alfred Thurner von der Testspiel-Anfrage aus der Bayern-Zentrale überrascht worden, am Dienstagnachmittag kam die endgültige Zusage. Cheftrainer Jupp Heynckes will nach dem Champions-League-Sieg in Lille noch ein paar dort nicht zum Einsatz gekommene Edelreservisten einem letzten Test vor der Bundesliga-Partie gegen Leverkusen unterziehen. Wer genau zum Einsatz kommt, konnte auch die kleine Bayern-Delegation, die gestern Nachmittag die Technomarkt-Arena begutachtete, nicht sagen.

Traudl Thurner bringt Kabinen auf Hochglanz

Auf Hochglanz getrimmt: In dieser Kabine ziehen sich heute die Bayern-Stars um. Nachdem Traudl Thurner den von ihrem Bruder in den Brucker Vereinsfarben gestrichenen Raum gestern Abend gereinigt hatte, wurde er abgeschlossen. Der nächste, der die Kabine betritt, ist Jupp Heynckes.

Der Bayern-Bus wird eine Stunde vor Spielbeginn im Stadion erwartet. Die Promi-Kicker werden dann durch ein Spalier von Polizeibeamten – zur Verstärkung kommt ein Einsatzzug aus München – auf dem Weg in die Kabinen geschützt. Die wurden gestern von Traudl Thurner – eine weitere Schwester aus dem Familienclan des Managers – auf Hochglanz getrimmt. Nach dem Spiel duschen die Bayern zwar noch im Vereinsheim der

Brucker, wo am Montagabend noch Einbrecher ihre Spuren hinterlassen, aber nichts erbeutet haben. Verzichten werden die Stars aber auf ein Essen im Clubheim. Sie speisen stattdessen während der Heimfahrt im Nobel-Bus. Der SCF sorgt mit über 60 Helfern für einen ordnungsgemäßen Ablauf. Während Vizepräsident Eckhart Lutzeier mit seiner Security-Firma für den Personenschutz verantwortlich ist, haben Ehrenamtliche die Fans im Auge.

Ab 16 Uhr sind die zwei Kassen am Haupteingang, eine an der Südtribüne und eine weitere im westlichen Teil des Stadions geöffnet. Dann werden auch die bei einer Druckerei in Auftrag gegebenen Sonder-Eintrittskarten vorliegen. Gestern mussten sich die Vorverkaufskunden noch mit den üblichen Bayernliga-Tickets begnügen, die allerdings auch Gültigkeit haben. Nur das wertvolle Bayern-Wappen war eben noch nicht draufgedruckt.

Quelle: fussball-vorort.de

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