Remis als Einstieg für Interims-Coach Schäfer beim FCP

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Engagiert am Spielfeldrand: Jürgen Schäfer war in Landsberg erstmals allein verantwortlich für die Landesligamannschaft des FC Pipinsried.

FC Pipinsried - Immerhin ein Punkt. Nach dem Trubel der vergangenen Tage wirkte die Pipinsrieder Fußball- Gemeinde nach dem 1:1 in Landsberg erleichtert. Allen voran Jürgen Schäfer, der Roland Baumgärtner unter Woche als Trainer beerbt hatte.

VON HORST KRAMER

Landsberg/Pipinsried – Dem neuen Pipinsrieder Coach war in Landsberg eine gewisse Nervosität anzumerken. Es ist der erste Landesliga-Trainerjob des 46-Jährigen, die Umstände seiner Inthronisation ließen keine Aufbruchstimmung aufkommen. Doch mit dem Remis in der Lechstadt hat Schäfer eine erste wichtige Hürde genommen.

„Wir sind als Team aufgetreten, das war wichtig“, befand der Scheyerner unmittelbar nach Spielschluss. Die vom Trainer konstatierte Geschlossenheit war alles andere als selbstverständlich, denn der 46-Jährige hatte die Mannschaft taktisch gehörig durcheinander gewirbelt: Dreier-Abwehrkette statt Viererreihe, zwei Spitzen statt einer, selbst das erfolgreiche Sechser-Pärchen Horky/ Sandner hatte der neue Coach auseinandergerissen. Vorne Druck aufbauen, hieß das Rezept gegen die Lechstädter, die trotz ihrer guten Platzierung über eine der schwächsten Defensiv- Abteilungen de Liga verfügen. Phasenweise gelang das auch ganz gut, nur Zählbares sprang dabei nicht heraus. Distanzschüsse von Stefan Horky (2.) und Michael Holzhammer (3.), dazu eine schöne Ballstafette von Dominik Sandner zu Holzhammer, der seinen Spezi Dominik Schön bediente (13.) – das war’s eigentlich schon in der ersten Halbzeit.

Von den Gastgebern war allerdings auch nicht viel zu sehen – außer einem Schuss von Kevin Enzi (39.). Kurz vor dem Seitenwechsel dann doch noch ein Aufreger: Sandner bedrängte im eigenen Strafraum Muriz Salemovic, die nominelle Landsberger Spitze kam zu Fall (44.). Doch der Regionalliga- Referee Lothar Ostheimer ließ die Pfeife stecken – ein Strafstoß wäre wohl gerechtfertigt gewesen. Die Lechstädter Spieler und ihr Anhang regten sich hinterher mächtig auf, nur ihr Trainer Sven Kresin blieb cool: „Zu Schiedsrichtern sage ich prinzipiell nichts.“ Während der Partie hingegen hatte er sich auf ein verbales Techtelmechtel mit dem Unparteiischen eingelassen. Das Ergebnis: Der langjährige Ex-Profi durfte sich die Schlussminuten der Partie von der Tribüne anschauen. Davor stand allerdings eine durchaus dramatische zweite Halbzeit. Die Gelb-Blauen begannen wieder mit hohem Tempo, die Landsberger hielten dagegen. Zwei unstrittige Elfmeter-Entscheidungen Ostheimers sorgten für die beiden Treffer. Zwischenzeitlich zogen die Gastgeber ein beeindruckendes Powerplay auf, das in einem Pfostenschuss Enzis gipfelte (63.).

Doch auch die Gäste trafen einmal Holz – durch Michael Holzhammer: Der Goalgetter setzte das Leder mit dem Kopf an die Latte (66.). Es war nicht die einzige Situation, in der der frühere Schwabmünchner Gefahr ausstrahlte. Auf der anderen Seite hielt Torhüter Philipp Brenner den Punkt für seine Kameraden fest, dank zweier Paraden (77./83.), mit denen er seinen Strafstoß-Faux-Pax wieder wett machte. Einen Wermutstropfen mussten die Gelb-Blauen allerdings noch schlucken: Markus Hanusch zog sich eine Oberschenkelverletzung zu. Der junge Verteidiger befürchtet einen Muskelfaserriss. FCP-Präsident Konrad Höß zeigte sich zwar mit dem Punkt zufrieden, jedoch nicht mit allem, was er gesehen hatte: „Über die Fehler müssen wir kritisch nachdenken.“

Quelle: fussball-vorort.de

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