Revanche des FC Pipinsried geglückt

Großer Jubel nach dem 2:0. Irgendwo ganz unten: Fernando Ernesto. Der Torschütze Thomas Schreiner (vorne) versucht gerade, sich aus dem Gewühl zu befreien. Selbst Torwart Tobias Antoni war über den gesamten Platz gesprintet, um den Erfolg zu feiern.
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Großer Jubel nach dem 2:0. Irgendwo ganz unten: Fernando Ernesto. Der Torschütze Thomas Schreiner (vorne) versucht gerade, sich aus dem Gewühl zu befreien. Selbst Torwart Tobias Antoni war über den gesamten Platz gesprintet, um den Erfolg zu feiern.

FC Pipinsried - Mit dem gestrigen 2:0 Heimsieg im Landkreisderby gegen den TSV 1865 Dachau ist die Scharte der 1:0 Niederlage vom Hinspiel ausgewetzt.

Dies ist die Meinung aus Pipinsrieder Mannschaftssicht:

Die Dachauer machten es uns jedoch nicht leicht, begannen sehr engagiert und machten in den ersten 30 Minuten gehörig Druck. Damit war nicht unbedingt zu rechnen, denn sie verloren zuletzt dreimal in Folge und man erwartete deshalb eine eher abwartende Spielweise. Aber der mutige Auftritt wurde nicht belohnt, im Gegenteil: In der 41. Minute dreht sich Michael Holzhammer um seinen Gegenspieler und schickt auf rechts Martin Finkenzeller auf die Reise.

Dieser flankt die Kugel scharf nach innen. Gästekeeper Emilio Pingitore klatscht den Ball direkt vor die Füße von Junis Ibrahim, der mit einem satten Volleyschuß zum 1:0 einnetzt. Die Führung war zu diesem Zeitpunkt durchaus etwas glücklich, jedoch aufgrund der größeren Cleverness verdient. In der zweiten Hälfte verflachte die Partie etwas, es ergaben sich aber dennoch einige gute Einschußmöglichkeiten für uns. Die größte Chance ergab sich etwa in der Mitte der zweiten Hälfte: Arthur Kubica versucht freistehend aus ca. 10 m den Ball über den Gästekeeper zu lupfen, was ihm aber total mißlingt. Der mitgelaufene Dominik Schön war vollkommen freistehend, und hätte Kubica quergelegt, hätte unsere Nr. 8 nur noch einschieben müssen. Das wäre mit Sicherheit schon eine kleine Vorentscheidung gewesen.

Die Dachauer hatten zu Beginn des Spiels vielleicht zu viel Kräfte gelassen, auf alle Fälle konnten sie in Hälfte zwei bei weitem nicht mehr so druckvoll agieren. Nervös wurden die Zuschauer aus dem FCP-Lager dann aber doch noch: Zwanzig Minuten vor Schluß wechselte sich der Dachauer Spielertrainer Marcel Richter ein und alle rechneten jetzt mit einem Aufbäumen der Gäste. Doch der frühere Pipinsrieder konnte sich auch nicht entscheidend in Szene setzen und so verpuffte auch diese Hoffnung der 65er. Drei Minuten vor dem Ende machten unsere Jungs dann alles klar: Fernando Ernesto nimmt die Kugel am rechten Sechzehnereck gekonnt an und überspielt ein paar Gegner. Kurz vor der Torauslinie passt er scharf nach innen. Dort lauert Thomas Schreiner und befördert zusammen mit seinem Gegenspieler das Spielgerät in die Maschen. Kurz darauf war Schluß und nun kam der Auftritt unserer Jungs, der im Dachauer Lager – allen voran Marcel Richter – für einigen Unmut sorgte: Unser Spielertrainer Tobias Strobl hatte für sein gesamtes Team T-Shirts mit der Aufschrift – Die Nummer 1 im Dachauerland – anfertigen lassen und sie an seine Jungs vor dem Spiel verteilt. Und eben diese T-Shirts kamen nun zum Vorschein, als sie ihre Trikots auszogen.

Aber dass sich Marcel Richter dadurch so provoziert fühlte, dass er abfällige Bemerkungen Richtung Strobl verlauten ließ, dafür hat im FCP-Lager keiner Verständnis. Tobi Strobl meinte hernach: “Wir wurden im Hinspiel von Dachauer Seite des öfteren dermaßen beleidigt (Bauernbuam etc.) , das haben wir nicht vergessen und uns deshalb was einfallen lassen”. Er hatte eigentlich nur Angst, gab er zu, dass der Schriftzug durch die Trikot`s durchscheinen könnte, was es aber glücklicherweise nicht tat.

Souveräner trat da der Dachauer Abteilungsleiter, Konrad Kirschberger, auf: Er gratulierte uns zum Erfolg und meinte, dass heute das etwas glücklichere Team gewonnen hat. Da hat er nur zum Teil recht, denn gewonnen hat nicht nur das glücklichere, sondern auch das etwas bessere Team. Nun haben wir aus den letzten vier Spielen 10 Punkte geholt und sind durch die gestrigen Niederlagen von Gundelfingen, Landsberg und Nördlingen wieder auf Schlagdistanz zur Spitze. Nur dürfen wir diesesmal die Chance nicht wieder leichtfertig vertun und müssen am Sonntag in Ottobeuren unbedingt nachlegen. M.D.

Quelle: fussball-vorort.de

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