In der Rolle des Verfolgers

Greift wieder an: Häfele (blau) hat seine Nebenhöhlenentzündung überstanden. Foto: mic/A.

Ismaning - Die beeindruckende Serie des FC Ismaning hält an mit mittlerweile zwölf Bayernligaspielen ohne Niederlage, aber die Tabellenführung ist dennoch futsch. Zwei Unentschieden ermöglichten dem FC Ingolstadt II den Sprung an die Spitze. Die Ismaninger empfangen nun als Erster in der Verfolgergruppe den Tabellenfünften 1. FC Eintracht Bamberg (Samstag, 15 Uhr).

In den vergangenen beiden Spielen vergeigte der FCI ein 3:0 gegen Rain zum 3:3 und kassierte nun in Erlangen noch das 2:2 nach einer 2:0-Führung. Trainer Frank Schmöller möchte die beiden Begegnungen nicht vergleichen: „Rain war ein Ausrutscher und Erlangen ist der Tabellendritte, bei dem das so ausgehen kann.

In Erlangen hätten seine Spieler auch nicht zwei Gänge zurückgeschaltet, sondern unter anderem mit zwei Pfostenschüssen die Vorentscheidung verpasst. „Wir haben guten Fußball gespielt und die Sache nur nicht zu Ende gebracht“, erklärt Schmöller. Dass der Gegner in der Schlussphase so druckvoll agiert, könne passieren in einem solchen Spitzenspiel. Die Konsequenz, die Schmöller aus den beiden späten Remis gezogen hat, ist, „dass wir jetzt beim Bayerischen Fußball-Verband den Antrag gestellt haben, die Spielzeit auf 80 Minuten festzulegen“, scherzt der Coach

Etwas ernster werden die Gedanken des Ismaninger Coaches mit dem Blick auf die neue Rolle des Jägers von Tabellenführer FC Ingolstadt II. Der neue Erste hat 2011 alle seine drei Spiele gewonnen und liegt damit einen Punkt vorne. „Wir müssen da jetzt auch mal den Ball flach halten“, sagt der Trainer und verweist auf das Potenzial des Kontrahenten: „Die haben im Winter zwei Spieler aus dem Zweitliga-Kader bekommen, trainieren sieben mal die Woche, dürfen aufsteigen und haben vom Verein aus ganz andere finanzielle Möglichkeiten.“

Schmöller fühlt sich ganz wohl in der neuen Rolle des Herausforderers und zudem sei das Heimspiel gegen Ingolstadt eine weitere Trumpfkarte. Personell wird es eine Änderung geben mit der Rückkehr von Bernd Häfele. Der konnte wegen einer Nasenhöhlenentzündung nicht nach Erlangen mitfahren. Am Mittwoch trainierte er wieder mit Wollmütze und nun spielt er ohne Mütze. Dafür rückt wieder Fabian Negele nach links in die Viererkette und Kim Helmer muss trotz einer ordentlichen Leistung auf die Bank. Taktisch passt das auch gut, da der flinke Negele gegen die sehr konterstarken Franken hinten benötigt wird.

Nico Bauer

Aufstellung: Horn - Maurer, Steinacher, Weiser, Negele - Bachinger, Storhas - Fries, Häfele - Niederlechner, Stijepic.

Quelle: fussball-vorort.de

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