Roman Grill: „Wir steigen nicht ab“

Regungslos an der Seitenlinie: Trainer Roman Grill nach dem 0:2.
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Regungslos an der Seitenlinie: Trainer Roman Grill nach dem 0:2.

FC Ismaning - Allmählich benötigt der FC Ismaning ein Fernglas, um die enteilende Konkurrenz noch erblicken zu können. Zwei Spieltage vor Ende der Hinrunde sind die Ränge, die den direkten Klassenerhalt sichern, bereits elf Punkte entfernt.

Auch am Samstag im Heimspiel gegen den bescheidenen Aufsteiger SV Raisting, der zudem auf seinen angeschlagenen Torjäger Ludwig Huber verzichten musste, hatte sich Roman Grills Mannschaft wie ein Absteiger präsentiert: Mutlos, anfällig in der Defensive, ohne Durchschlagskraft in der Offensive und zum Teil schlichtweg überfordert. Erst als die Partie bereits gelaufen war und der 0:3-Rückstand schier aussichtslos schien, legte die Grill-Elf die hemmenden Fesseln ab und besann sich ihres durchaus vorhandenen spielerischen Potenzials.

Ein Eigentor Maximilian Stöckls (80.) half den Platzherren dabei auf ihrem Weg zurück in die Begegnung, doch erst in der Nachspielzeit konnte Maximilian Siebald zum 2:3-Endstand verkürzen. Und dennoch verkündete Grill trotz der prekären Lage mit unerschütterlichem Vertrauen in die Qualitäten seiner Mannschaft: „Es wird knapp, aber wir kriegen das hin, wir steigen nicht ab!“ Dabei räumte er ein, dass derzeit „zehn bis zwanzig Prozent fehlen, wir brauchen mehr Entschlossenheit und mehr Herz.“

Seinen Optimismus begründete er damit, dass es nur eine Frage der Zeit sei, „bis das Zehnerl fällt“. Zudem bewertete der 47-jährige Übungsleiter es als positiv, dass „sich einige der Jungs richtig dagegen stemmen“. Aktuell jedoch fehle etwa der verletzte Torsten Walfort „als Persönlichkeit, er ist ein impulsiver Spieler, der nicht zu ersetzen ist“. Die mit großen Hoffnungen verbundene Verpflichtung von Fatih Kiran, der zuletzt beim FC Augsburg unter Vertrag gestanden hatte, indes entpuppte sich vorerst als Flop. Der 20-Jährige enttäuschte auf ganzer Linie, Grill jedoch nahm ihn in Schutz, Kiran sei „kein Innenverteidiger“. Unzählige weitere Zugänge werde es auch im Winter nicht geben, betonte Grill, „heuern und feuern ist nicht unser Stil“. So soll also das zur Verfügung stehende Personal die heroische Aufholjagd bewerkstelligen

Quelle: fussball-vorort.de

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