Kupka: "Mit Sechzig ist das nicht vergleichbar"

Kupka: " Gemeinsam können wir unsere hochgesteckten Ziele erreichen."

Unterhaching - Auch Haching hat jetzt einen Investor, der den Fans Hoffnungen auf erfolgreiche Zeiten macht. Doch mit der Situation der Löwen soll der Deal nicht vergleichbar sein.

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Die Nachricht kommt überraschend, schließlich hat sich die SpVgg Unterhaching zuletzt eher um Partner in der Türkei bemüht. Doch seit gestern ist es offiziell: Khalifa Saif Al Muhairibi, ein 32-jähriger Geschäftsmann aus Abu Dhabi, steigt beim Drittligisten als Investor ein. „Wir freuen uns sehr über diese Kooperation“, erklärte Engelbert Kupka, „das ist der nächste Schritt, um den Verein in eine Kapitalgesellschaft umzuwandeln.“

Der Präsident beruhigte dabei die Fans: „Das ist eine andere Situation als beim TSV 1860. Die Löwen haben mit ihrem Investor einen besonderen Vertrag gemacht, der ja sogar von DFB und DFL geprüft werden musste. Bei uns läuft alles in einem normalen Rahmen ab.“ Kupka selbst war nicht in Abu Dhabi, um mit Al Muhairibi, dem Vorsitzenden von Arabian Gulf Investments, zu verhandeln. Er stand aber telefonisch laufend in Kontakt, während Schatzmeister Anton Schrobenhauser in Fernost die Gespräche führte.

Die Sache war über Franz Alla-burda, einen Bekannten des Mäzens aus dem Baugewerbe, ins Rollen gekommen, der schon seit langem Geschäfte am Persischen Golf abwickelt. „Das Jugendkonzept hat den Investor überzeugt“, berichtet Kupka, „daran soll auch nicht gerüttelt werden. Wir sind jetzt sehr zuversichtlich für die Zukunft – das sind alles solide Kaufleute.“ Kupka tüftelte gestern den ganzen Tag an einem sogenannten „Letter of intent“, in dem die Eckdaten der Kooperation taxiert wurden. Dieses Papier soll der neue Partner möglichst zeitnah als Basis für Verträge unterschreiben.

Über Details schweigt sich Kupka aus

Über Details schweigt sich Kupka aus („wir haben da eine Geheimhaltungsklausel“), allerdings ist klar, dass die Inhalte auch mit den Mitgliedern des Vereins abgestimmt werden, ehe Fakten und Vollzüge folgen. „Unser Partner hat gesagt, dass er möglichst bald nach München kommt, da werden wir die Nuancen besprechen“, meinte Kupka, der aber noch einen Tick Vorsicht walten lässt: „Man weiß ja: Abgeschlossen sind solche Dinge erst, wenn sie abgeschlossen sind.“ In den vergangenen Monaten haben der SpVgg einige dubiose Figuren recht übel mitgespielt.

In welcher Form der Araber einsteigt, wollte Kupka nicht sagen. Es ist unklar, ob der Mann Mitspracherechte in der Klubführung einfordert oder sich die Kooperation auf Trikot- oder Bandenwerbung bemerkbar machen wird. Es werde sich alles im Sinne des Vereins regeln, meinte Kupka: „Das ist ein junger Manager, der Gefallen an uns gefunden hat. Er hat uns gesagt: ,Euer Jugendkonzept gefällt mir, und ihr wart auch schon mal ganz oben im deutschen Fußball. Ihr habt Potenzial.’ Wir kommen mit ihm sicher einen großen Schritt weiter.“

Quelle: fussball-vorort.de

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