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Der Samba muss warten: Erster Test für den BCF gegen Haching II

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Steffen Galm zeigt sich mit dem Auftakt der Vorbereitung zufrieden. Der neue Trainer des Ballclubs spricht von einer „willigen Mannschaft“ und schickt süffisant hinterher, „vor allem wenn der Ball dabei ist“.

BCF Wolfratshausen - Der BCF Wolfratshausen schließt die Personalplanungen nach weiteren Verpflichtungen ab. Zum ersten Test kommt die zweite Mannschaft der SpVgg Unterhaching heute Abend (19 Uhr) ins Isar-Loisach-Stadion

VON OLIVER RABUSER

Wolfratshausen – Der erste Eindruck passt. Steffen Galm zeigt sich mit dem Auftakt der Vorbereitung zufrieden. Der neue Trainer des Ballclubs spricht von einer „willigen Mannschaft“ und schickt süffisant hinterher, „vor allem wenn der Ball dabei ist“. An Eifer scheint es tatsächlich nicht zu mangeln, wie Ramazan Akgül schmerzlich erfahren musste. Der Rechtsverteidiger brach sich am Montag das Nasenbein und fällt für die heutige Begegnung aus. Bayernligist SpVgg Unterhaching II, längst liebgewonnener Testgegner, stattet der Kräuterstraße einen weiteren Besuch ab. Die Erwartungen Galms an seine Elf beschränken sich auf zwei simple Dinge: eine stabile Defensive, dazu weitere Fortschritte bei den Grundlagen.

Austellung richtet sich nach Eingang der fehlenden Pässe

Die Aufstellung des BCF hängt auch davon ab, ob die Pässe der jüngsten Neuzugänge rechtzeitig vorliegen. Einer von ihnen ist Benjamin Schwaibenz. Der 26-jährige Allrounder kommt nach einjähriger Ausbildungspause vom TSV Ottobrunn nach Farchet. Mit dem heutigen Gast und dem SV Pullach beinhaltet Schwaibenz’ Werdegang auch höherklassige frühere Klubs. Ob des Trainingsrückstandes und der mangelnden Spielpraxis ist „er nicht gleich eine Option“, schränkt Galm ein. Schwaibenz „wird der Mannschaft aber über die Saison hin gut tun“, glaubt der Coach.

Gut getan hätte der BCF-Elf möglicherweise auch Daniel Sahdo. Der 33-jährige Brasilianer stand mit Fußball-Vize Franz Sedunko intensiv in Verhandlungen. Auf seiner Internetseite (www.danielsahdo.de) nennt der Sambakicker neben dem FC Zürich ein mehrmonatiges Training bei den Münchner Löwen im Jahre 2006 als Station. In Sachen Stärken weist der Innenverteidiger explizit auf Führungsqualitäten hin. Dem entgegen stand die berufliche Komponente im Vertragspoker. „Er hat außer Fußball noch nie etwas gemacht und wollte plötzlich einen Job“, klärt Sedunko auf. Am liebsten einen, der ihn auf einem Lohnzettel ausweist, ohne faktische Tätigkeit. „Dafür gibt es bei uns keinen Sponsor“, sagt Sedunko. Ganz aus der Welt ist die Sache nicht. Sahdo sieht sich im Münchner Raum nach Mäzenen um, behält aber Wolfratshausen im Hinterkopf. „Die Sache ruht“, sagt Sedunko.

Torhüter-Talent kommt als Nummer 2

Fix hingegen ist die Verpflichtung eines Torhütertalents. Florian Daschil kommt von den A-Junioren des FC Ingolstadt. Der knapp 19-jährige Münchner soll mittelfristig die Nummer zwei hinter Franz Demmel werden. Galm zufolge gelte es nun, „Ausstrahlung und Körpersprache“ dem sportlichen Können anzugleichen. Jonathan Hoberg ist der dritte Neuzugang. Der 26-Jährige spielte zuletzt beim Kreisligisten MTV 1879 München. „Er ist noch hinten dran, aber wir brauchen für die Aufgaben dieser Saison viele Spieler“; macht der Trainer Hoberg Hoffnungen auf einige Einsätze in der ersten Mannschaft. Das Transferkarussell fährt nach den jüngsten Entwicklungen nun nur noch im ersten Gang. Man halte Augen und Ohren jedoch offen, bekräftigt Galm. Zumindest die Quantität des Kaders sei aber ausreichend. Jetzt sei es an ihm, „einiges richtig zu machen“.

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