SCF: Harmlos, mutlos, erfolglos

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Roberto Fontana geht mit der Leistung seiner Mannschaft hart ins Gericht.

SC Fürstenfeldbruck – Eigentlich hatte man sich beim SC Fürstenfeldbruck den großen Befreiungsschlag ersehnt. Stattdessen rutschte die

Mannschaft bei der 0:3 (0:1)- Pleite gegen den FC Gundelfingen noch tiefer in die Krise. Wie schon in der Vorwoche beim 0:6 in Sonthofen ließ die Mannschaft von Trainer Roberto Fontana daheim gegen die Schwaben nahezu alles vermissen, was man für einen Sieg braucht. Der Übungsleiter war nach dem Schlusspfiff dementsprechend bedient: „Wir haben uns das Spiel einfach nehmen lassen“, konstatierte er. Bei den Gegentoren habe man es den Gundelfingern viel zu einfach gemacht.

Aber auch der Brucker Angriff bekam sein Fett weg: „Nach vorne waren wir an Harmlosigkeit kaum zu überbieten.“ Bei allen drei Gegentoren sahen die Brucker nur staunend zu, wie sich ihre Gegenspieler unbedrängt den Ball zurecht legten und den chancenlosen Lukas Welzmüller im Brucker Tor ganz alt aus sehen ließen. Vor allem vor dem eigenen Strafraum gab es beinahe keine Gegenwehr gegen die Distanzschüsse der Schwaben. Hier macht sich das Fehlen von Tobias Heinzinger schmerzlich bemerkbar. Der Youngster kann wegen Leistenproblemen vor der Winterpause nicht mehr für den SCF auflaufen. „Er fehlt uns mit seiner Zweikampfstärke natürlich brutal“, sagt Trainer Fontana. „Keiner kann momentan diese Lücke füllen.“ Die übrigen Brucker ließen nahezu jegliche Aggressivität vermissen. Beinahe alle entscheidenden Zweikämpfe wurden verloren. Den Schwaben genügte so eine bestenfalls durchschnittliche Leistung, um den SCF in seine Schranken zu verweisen. Das laue Lüftchen, das im SCF-Sturm wehte, konnte die nur 130 restlos enttäuschten Zuschauer auch nicht aufheitern.

„Wenn sie so weiterspielen, dann kommt bald keiner mehr“, unkte Ex-Manager Gerhard Knöchel. Einzig Christian Lippert entwickelte mit einem Freistoß und einem Lattentreffer sowas ähnliches wie Torgefahr. „Wir sind momentan einfach nicht zwingend genug“, sagte Fontana. „Da wird lieber nochmal quer und nochmal quer gespielt.“ Und zwar so lange, bis der Ball beim Gegner landete. Vom tollen Auftritt gegen Spitzenreiter Landsberg ist nichts mehr übrig geblieben. „Das ist seit Wochen nichts mehr, was wir zeigen“, schimpfte Vize-Präsident Eckard Lutzeier. Ein Aufbäumen nach dem 0:1 (Fontana: „Ein saublödes Gegentor“) war zu keiner Zeit zu spüren. Der Coach sagte zwar: „Nach einem Rückstand ist es gegen so einen starken und eingespielten Gegner natürlich schwer.“ Allerdings ergaben sich die Brucker Kicker auch nahezu kampflos in ihr Schicksal.

Quelle: fussball-vorort.de

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