Unterhachinger ziehen Hinrundenbilanz

Schromm: "Es kann immer alles besser werden"

Es war das Jahr der SpVgg Unterhaching. Die Mannschaft, eine verschworene Gemeinschaft, geht als Fünfter in die Winterpause. FOTO: ROBERT BROUCZEK

Nach einem turbulenten und äußerst erfolgreichen Fußballjahr sind die Kicker der SpVgg Unterhaching seit gestern im Weihnachtsurlaub. Die Rückrunden-Vorbereitung startet am 4. Januar. Zum Jahresende konnten die Verantwortlichen ein positives Fazit ziehen.

„Unsere Bilanz ist gut, die kann sich wirklich sehen lassen“, sagte ein vergnügter Präsident Manfred Schwabl am Samstag nach dem Last-MinuteSieg zum Abschluss des Jahres gegen Werder Bremen II. „Das Wichtigste war im Frühjahr, dass wir die Relegation für die Dritte Liga schaffen, das haben wir souverän gemeistert. Und jetzt haben wir uns auch in der Dritten Liga gut zurechtgefunden.“ Das klingt mit Blick auf die Tabelle nach 20 von 38 Spieltagen untertrieben. Der Aufsteiger überwintert auf Platz fünf, hat nur zwei Punkte Rückstand auf Relegationsplatz drei und ist sogar punktgleich mit Hansa Rostock auf dem ebenso begehrten vierten Rang, der für die kommende Saison einen Startplatz im DFB-Pokal garantiert.

Allerdings: Träumereien sind nach wie vor nicht angesagt im Sportpark. „Wir sind in der Lage, dass wir in Ruhe schauen können, wie groß der Abstand nach unten ist“, sagt Schwabl, „mehr nicht.“ Und auch Stürmer Stephan Hain, der mit 14 Treffern die Torschützenliste der Liga anführt, bleibt bescheiden: „Wir haben als Aufsteiger eine richtig gute Serie gespielt. Aber wir sollten ein bisschen demütig an die Sache herangehen. Das Niveau in der Liga ist recht ausgeglichen. Wir werden weiterhin nicht aus den Augen verlieren, wie viel Punkte Vorsprung wir auf den ersten Abstiegsplatz haben.“ Sportlich gesehen war trotz der tollen Bilanz Luft nach oben. „Die Vorrunde ist positiv gelaufen“, meinte etwa Verteidiger Maximilian Bauer, der aber auch daran erinnerte: „Wir haben sehr viel liegenlassen.“ Ebenso mahnte Cheftrainer Claus Schromm: „Es kann immer alles besser werden.“

Vor allem die vielen Gegentore werden in der Winter-Vorbereitung ein Thema sein. Mit 33 Treffern stellt die SpVgg zwar die viertbeste Offensive, allerdings kassierten nur drei der 20 DrittligaKlubs mehr Gegentore als die Hachinger (31). „Schön daran ist aber, dass wir bei vielen Gegentreffern selbst massiv beteiligt waren“, so Schromm, „das macht es leichter, daran zu arbeiten.“ Für den Chefcoach besonders wichtig: „Man hat bei unserer Leistung einen Unterschied zwischen dem ersten und dem 20. Spieltag gesehen, das wollten wir.“

Am 4. Januar startet die SpVgg, dann bis auf Alexander Piller auch wieder mit allen zuletzt noch verletzten Spielern, in die Rückrunden-Vorbereitung. Am 5. Januar (14 Uhr) steht gleich ein Testspiel beim Zweitligisten 1. FC Heidenheim auf dem Programm. Vom 7. bis 14. Januar fliegen die Hachinger in ein Trainingslager nach Cadiz in Spanien. Nach der Rückkehr findet am 17. Januar (14 Uhr) beim Regionalliga-Vierten FC Bayern München II das zweite Testspiel und die Generalprobe für den Liga-Auftakt statt. Das erste Drittliga-Spiel bestreitet die SpVgg am Samstag, 20. Januar, beim Karlsruher SC. 

Quelle: fussball-vorort.de

Auch interessant

Kommentare