Schromm nimmt sein Team in Schutz

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Einfach nicht aufzuhalten: Das junge SVH-Team bekommt die Ingolstädter (weiß) nie richtig in den Griff.

Heimstetten - Ein Durchforsten der Vereinsgeschichte wäre zwecklos. Ein Debakel, wie es Bayernligist SV Heimstetten am Freitagabend erlebt hat wird man nicht finden.

Bereits einen Tag nach der 1:6-Pleite gegen den FC Ingolstadt 04 II hat SVH-Trainer Claus Schromm seine Mannschaft zum Training gebeten. Die Fehler seien angesprochen worden, aber großartig Schelte habe es nicht gegeben. „Draufhauen macht es auch nicht besser“, meint er. Warum der Aufsteiger nach dem 1:3 in der 71. Minute völlig auseinanderbrach, war für die Zuschauer nicht nachvollziehbar. Zumal Ingolstadt nach dem Platzverweis von Vincent Bönig die komplette zweite Hälfte in Unterzahl war. Schromm hat natürlich Ursachenforschung betrieben, hat sich das Spiel noch einmal auf Video angesehen.

Das Ergebnis der Analyse: „Wir haben die zweite Hälfte mit 0:5 gegen zehn Mann abgegeben. Das ist dramatisch, und da gibt es nichts schön zu reden.“ Die Ordnung habe seine junge Mannschaft zunehmend verloren, wohl aus Übereifer. „Die Jungs wollten unbedingt gewinnen, und vielleicht haben sie es gerade deshalb nicht verstanden, dass sie trotz Überlegenheit plötzlich mit 1:3 in Rückstand lagen.“

Kopflos ins Verderben gerannt

Kopflos war der SVH danach in sein Verderben gerannt. Fast jeder Vorstoß Betrachwurde mit einem erfolgreichen Ingolstädter Konter bestraft. Umso überraschender, dass Schromm seiner Elf nicht nur Siegeswillen attestierte, sondern nach Betrachtung der Video-Aufzeichnung auch noch sagt: „Das klingt jetzt vielleicht blöd, aber so schlecht war das gar nicht.“ Wie auch immer: Der SVH-Trainer muss jetzt zusehen, seine Fohlen möglichst schnell wieder in die Spur zu bekommen, denn am Mittwoch steht bereits der nächste Vergleich an. Es geht zu TuS Regensburg. Besonders bei Justin Ammar wird psychologische Hilfestellung notwendig sein. Ammar musste die an der Schulter verletzte Nummer eins im Tor, Patrick Lehner, vertreten und machte bei den beiden Standards, die zum 1:2 und 1:3 führten, keine gute Figur. „Wir wussten vorher, dass auf dieser Position nichts passieren darf.

Ammar hat noch nicht Bayernliga-Format. Einen Vorwurf mache ich ihm aber auf keinen Fall.“ Vielleicht kommt Gegner Regensburg ja zur rechten Zeit. Schromm zählt die Oberpfälzer zu den Mannschaften, die ungefähr die gleiche Kragenweite haben wie der SV Heimstetten. Genauso wie Buchbach und Großbardorf, deren Duell er sich am Samstag noch angeschaut hat. Gegen solche Teams gilt es also zu punkten. „Unterhaching, Bayreuth und auch die Ingolstädter, die da hinten in der Tabelle überhaupt nichts verloren haben, sind sicher kein Maßstab für uns. Das muss man ja auch einmal klar und deutlich sagen.“

MATTHIAS VOGEL

Quelle: fussball-vorort.de

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