Schützenfest bringt SVH aus Abstiegszone

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Torhüter Lehner bekam gegen Seligenproten nicht viel zu tun

SV Heimstetten - In eindrucksvoller Manier hat der SV Heimstetten seine Ambitionen auf den Erhalt der Bayernliga unterstrichen. Die Elf watschte den SV Seligenporten mit 5:0 ab.

Ein Doppelpack von Orhan Akkurt brachte den SVH auf Kurs, Sascha Steinacher machte mit einem weiteren den Sack zu. Für Schromm hatte die Partie aus Sicht der Trainer durchaus Parallelen zu einem Schachspiel. Weil der SV Seligenporten auf die Kommandos des früheren Löwen-Trainers Karsten Wettberg hört und der als Taktikfuchs respektiert wird. Schromm fürchtete aber weniger, nicht die richtige Antwort auf Wettbergs Marschroute finden zu können, als vielmehr eine zu laxe Einstellung seiner Spieler. „Meine einzige Sorge war, ob meine Mannschaft nach der langen Spielpause und dem Spiel gegen die Löwen-Profis präsent sein würde.“

Orhan Akkurt trifft bis zur 27. Minute zweimal.

Die Sorge zerstreute sich schon innerhalb der ersten drei Spielminuten, als Sebastian Paul einen Kopfball nur knapp übers Tor setzte und ein Tor für sein Team wegen Abseitsstellung nicht gegeben wurde. „Ab dem Zeitpunkt wusste ich, dass die Jungs wissen, um was es geht“, sagt Schromm. Der Coach hatte im Schachbuch des Fußballs unter der Rubrik „Eröffnungen“ gestöbert und ließ forsch beginnen. Ein frühes Tor sollte her, um die robusten und in der Defensive kompakten Gastgeber zum Agieren zu zwingen. Eine Sache für Orhan Akkurt. Eigentlich wollte er in Höhe der Strafraumkante den besser postierten Sascha Steinacher bedienen. Doch ein Abwehrbein stoppte den Pass und zum Unglück seines Besitzers prallte der Ball Akkurt erneut vor die Füße. Der SVH-Stürmer packte ihn von dort in den Torgiebel. 1:0, gerade einmal neun Minuten waren gespielt. In der Folge lockerte Seligenporten wie erwünscht die Deckung und ehe sich die Wettberg-Elf versah, hatten Akkurt und Ibrahim Aydemir ihr mit zwei Treffern quasi schon Schach geboten. (27., 31.).

Trotzdem Spannung

„Es ist super gelaufen für uns“, sagte Schromm. „Ich habe den richtigen Zug gewählt.“ Das Mittelspiel – um im Schachjargon zu bleiben – barg durchaus Spannung. Quirin Löppert musste nach 36 Minuten wegen wiederholten Foulspiels mit der Ampelkarte vom Platz und noch vor der Halbzeit verwehrte der Unparteiische Seligenporten einen Handelfmeter. „Toy ist der Ball an die Hand gesprungen. Wenn der Elfmeter gepfiffen worden wäre, hätte es noch eng werden können. Gerade weil wir schon in Unterzahl waren“, fasst Schromm zusammen. Schromm recherchierte noch einmal in der Lektüre des Fußballschachs und brachte in Marco Malenoff eine zusätzliche Defensivkraft für Aydemir. Für das Schachmatt sorgte aber Steinacher. Gleich kurz nach der Pause markierte er das 0:4 (49.). „Das war wichtig, das war die Entscheidung“, sagt Schromm. Steinacher setzte noch einen Treffer drauf, danach war Ergebnisverwaltung angesagt. Schromm war erleichtert: „Der Spieltag war sehr gut für uns. Seit ewiger Zeit stehen wir wieder einmal über dem Strich. Das darf heute ruhig mal gefeiert werden.“

SV Seligenporten – SV Heimstetten 0:5 (0:3).

SVH: Lehner, Paul, Mayer, Löppert, Toy (81. Ünver), C. Schmitt, Moll (67. Kubica), D. Schmitt, Steinacher, Aydemir (44. Malenoff), Akkurt.

Tore: 0:1, 0:2 Akkurt (9., 27.), 0:3 Aydemir (31.), 0:4, 0:5 Steinacher (49., 55.).

Gelb-Rot: Löppert (36.).

Schiedsrichter: Ralf Heisinger (Hutschdorf) – Zuschauer: 300.

Quelle: fussball-vorort.de

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