Schwung aus Derby-Sieg mitnehmen

„Eigene Nerven im Griff haben“: Den Garchinger Torschützen Michael Weicker (rot; l.) und Dennis Niebauer gelang dies im Saisonfinale gegen Eching ausgezeichnet. Foto: Dieter Michalek

VfR Garching - Für den VfR Garching beginnt am Donnerstag die Relegation um den Bayernliga-Aufstieg. Im Hinspiel hat Garching Heimrecht gegen die SpVgg GW Deggendorf (16 Uhr).

Da das Los über den Relegationsgegner entschied, hatten die Garchinger wenig Chancen, mögliche Gegner rechtzeitig persönlich unter die Lupe zu nehmen. Viel wissen sie über den Tabellen-Sechzehnten der Bayernliga Süd deshalb nicht.

Durch Internet-Recherche und Aussagen, die er sich von anderen eingeholt hat, hat sich Trainer Daniel Weber aber trotzdem ein Bild vom Gegner gemacht. Seine Ferndiagnose: „Das ist eine kampfstarke Mannschaft, die versucht, über Laufbereitschaft und Teamgeist erfolgreich zu sein.“ Den Fokus legt Weber aber lieber auf das eigene Auftreten als auf das Spiel des Gegners. „Sicherlich ist es immer schwierig, gegen eine Mannschaft zu spielen, die man nicht gut kennt. Aber ich glaube, dass es viel mehr darum geht, die eigenen Nerven im Griff zu haben“, sagt er.

Mit dem Aufstiegs-Druck kamen die Garchinger in der Rückrunde nämlich nicht immer gut zurecht. Zuletzt zeigten sie sich beim 5:2 gegen Eching aber gefestigt und erledigten souverän ihre Hausaufgaben, auch wenn es am Ende nicht für den Aufstieg reichte, weil sich Pullach keine Schwäche mehr erlaubte. Den Schwung aus dem Derby-Sieg wollen die Garchingern jetzt in die Relegation mitnehmen. „Wir müssen schauen, dass wir ein gutes Ergebnis vorlegen, dürfen uns aber auch nicht erschrecken, wenn es länger dauert. Wir müssen die Relegation nicht im ersten Spiel entscheiden“, sagt Weber. Denn ins offene Messer wollen sie den Gästen nicht rennen. Allzu viele Auswärtstore der Deggendorfer würden die Situation im Rückspiel der im Europa-Cup-Modus ausgetragenen Relegation unangenehm erschweren. Personell kann Weber für den Aufstiegskampf auch am Ende der Saison auf einen gut gefüllten Kader zählen. Am Donnerstag ist auch Patrick Würll wieder an Bord. Der Stürmer holte sich am Samstag Anregungen beim Champions-League-Finale in London.

Fabian Herrmann

Voraussichtliche Aufstellung: Wachenheim; Berchtold, Steinacher, Pichler, Kleindienst, Weicker, G. Ball, Niebauer, C. Ball, Hölzl, Hauck.

Quelle: fussball-vorort.de

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