Selbstkritik in der Woche ohne Lob

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Frank Schmöller „Ich mache jetzt kein populistisches Straftraining“, sagt der FCI-Trainer. Foto: mic

FC Ismaning - Die Woche war lobfrei. Beim Fußball-Regionalligisten FC Ismaning wurde in den vergangenen Tagen Klartext geredet. Das Ziel der ungemütlicheren Zeit unter der Woche ist der Sieg bei Viktoria Aschaffenburg.

Es herrschte eine gespannte Stimmung, aber nicht die Krisenstimmung der vergangenen Saison, als einer der neun Regionalliga-Aufstiegsplätze zu entgleiten drohte. Der FCI spielt nun in der Regionalliga, tut dies gut, punktete aber zu wenig. Zuletzt gegen Fürth II (1:3) kam ein Schuss Naivität dazu. So ergibt sich nun die Situation, dass ein bayernweit gelobter FC Ismaning vor der samstäglichen Reise zu Viktoria Aschaffenburg (14 Uhr) nur noch einen Punkt vor dem ersten Relegationsplatz befindet.

„Ich mache jetzt kein populistisches Straftraining“, sagt Trainer Frank Schmöller. Deshalb wurde nach drei mit englischen Wochen vollgepackten Monaten erst einmal körperlich regeneriert und dann Tacheles geredet. Schmöller machte dem Team klar, dass er nach Topleistungen gegen den FC Bayern II und den Tabellenführer Illertissen kein Verständnis hat, dass die Mannschaft den nicht ganz so klingenden Namen Greuther Fürth II etwas locker nahm. Über den katastrophalen Abwehr-Fauxpas zum 1:2 scherzte der Trainer gestern, „dass die Mannschaft nur nicht wieder unentschieden spielen wollte.“

In den Gesprächen mit den Leistungsträgern hörte der Coach selbstkritische Worte heraus, die ihn zuversichtlich stimmen. Schmöller erwartet nun noch die Reaktion auf dem Platz. Vor dem Duell des Elften Aschaffenburg gegen den Zwölften Ismaning spricht Schmöller noch nicht von einem richtungweisenden Spiel, „aber wir wollen ein Zeichen setzen.“ Das wird wiederum durch die personellen Veränderungen nicht gerade leichter.

Bernd Häfele und Alexander Buch fallen wegen Verletzungen aus und Christian Grujicic wegen Grippe. Dafür ist Kapitän Thomas Bachinger wieder dabei, aber er sitzt nur für den Super-Notfall auf der Bank. Frank Schmöller scherzte, am Freitagabend mit Bauchgefühl und einem Glas Rotwein in der Hand etwas auszuknobeln. Eine aus der Not geborene Systemumstellung scheint nicht unwahrscheinlich. Klar ist aber die Vorgabe Sieg für das erste Punktspiel überhaupt zwischen den beiden Teams: „Wenn wir viereinhalb Stunden auf der Hinfahrt und viereinhalb Stunden auf der Rückfahrt im Bus sitzen, dann macht das viel mehr Spaß, wenn du auf dem Heimweg etwas Zählbares dabei hast.“

Nico Bauer

Aufstellung: Rößl - Maurer, Knauer, Weiser, Hübl - Rodenwald - Fries, Ring, Negele - Wolf - Stijepic.

Quelle: fussball-vorort.de

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