Sieg dank viel Glück und einem starken Rückhalt

Unbändige Freude über einen eher glücklichen Sieg
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Unbändige Freude über einen eher glücklichen Sieg

VfR Garching -– Der VfR Garching bleibt auch nach neun Spielen ungeschlagener Tabellenführer. Das 2:0 beim TSV Waldkirchen war allerdings reine Glückssache.

„Das war unsere bisher schwächste Saisonleistung“ sagt VfR-Trainer Daniel Weber. Seine Mannschaft ließ zu Beginn alles vermissen, was sie bisher in dieser Saison ausgezeichnet hatte. Die Abwehr wackelte, nach vorne fehlten die überraschenden Impulse. Torwart Stefan Wachenheim verhinderte den Garchinger Rückstand. Ihren ersten, vernünftig vorgetragenen Angriff nutzten die Gäste in der 40. Minute prompt zur Führung. Gerrit Arzberger wurde an der Strafraumgrenze mit dem Rücken zum Tor angespielt. Mit einer schnellen Drehung setzte er sich stark durch und traf zum 1:0 ins kurze Eck.

Auch nach dem Seitenwechsel hatten die Garchinger keinen Zugriff auf das Spiel.Die laufstarken Hausherren gingen aggressiv ans Werk und setzten den Tabellenführer zunehmend unter Druck. Trotzdem gelang den Gästen der zweite Treffer. Nach einem Freistoß sprang der Ball von der Hand eines Waldkirchner Verteidigers Patrick Würll vor die Füße. Der ließ sich nicht lange bitten und schob zum 2:0 ein (54.). Für mehr Sicherheit sorgte das aber nicht. „Danach haben wir noch mehr um Gegentreffer gebettelt“, sagt Weber. Einzig Wachenheim hatte darauf keine Lust und hielt, was zu halten war. Das, was für den Torhüter nicht mehr erreichbar war, klärte der Pfosten für die Gäste. Insgesamt viermal – zweimal nach einem Freistoß,zweimal aus dem Spiel heraus – klatschte der Ball nach Waldkirchner Angriffen ans Aluminium.

Mit viel Glück und einem starken Schlussmann durften die Garchinger am Ende drei Punkte aus Niederbayern mitnehmen. Gefallen konnte Weber nicht, was er gesehen hatte. Der Sieg stimmte ihn letztendlich aber milde: „Das war sehr glücklich. Aber ich kann niemandem einen speziellen Vorwurf machen, das war gemeinschaftlich, alle haben schlecht gespielt. Manchmal muss eben auch ein Torwart ein Spiel entscheiden.“ Weber, selbst früher Torhüter und noch heute Torwarttrainer, weiß wovon er spricht.

Von Fabian Herrmann

Quelle: fussball-vorort.de

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