Ein Sieg und viele warme Worte

Starkes Finale: Marco Höferth (li.) erzielte für den BCF Wolfratshausen beim 2:1-Sieg über Sonthofen im letzten Saisonmatch beide Tore.
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Starkes Finale: Marco Höferth (li.) erzielte für den BCF Wolfratshausen beim 2:1-Sieg über Sonthofen im letzten Saisonmatch beide Tore.

BCF Wolfratshausen - Der achte Heimsieg, ein 2:1- Erfolg über den 1.FC Sonthofen, bildete ein stimmungsvolles Fundament für Grillfleisch, Bier und Kuchen. Der BCF Wolfratshausen verabschiedete sich gebührend von seinen beiden Trainern und einem halben Dutzend Spielern.

von Oliver Rabuser

Für den scheidenden Coach Steffen Galm gab’s vom Team (re. Kapitän Lech Kasperek) einen Fresskorb.

Die Emotionen ließen auf sich warten. Erstaunlich war schon, dass auf dem Spielfeld überhaupt welche auftauchten, war die Wertigkeit der Partei für beide Teams höchst überschaubar. Und dennoch: Zum Ende der Begegnung gerieten vereinzelt Spieler aneinander, und in beiden Coaching-Zonen mischte man sich verbal ein. Einen Moment der Genugtuung verbuchte Marco Höferth für sich. Der Unterfranke, bereits Schütze des BCF-Ausgleichstreffers, wurde zunächst übel im Nackenbereich gecheckt. Als der Unparteiische während Höferths Visite bei Physiotherapeut Paul Wardenga ein Handspiel der Gäste mit einem Elfmeter ahndete, brach Höferth die Behandlung kurzerhand ab. Denn er war als Exekutor eingeteilt. Also meldete sich der 25-Jährige brav beim Spielleiter an, schritt zur Tat und erledigte den ihm aufgetragenen Job auf beeindruckende Art und Weise. Dem Vollspannstoß mit gefühlten 500 Stundenkilometern hielt das Tornetz gerade noch stand. Sonthofens Tormann Andreas Bathrei ging vorsichtshalber in Deckung. Eine weise Entscheidung.

Höferths Präsenz in der dritten Halbzeit, einer ausgelassenen kulinarischen Sause im und um das Vereinsheim, war indes von begrenzter Dauer. Anders als im Vorjahr, als der frühere Junioren-Nationalspieler die Aufstiegs-Feierlichkeiten als Vorsänger und Einpeitscher federführend mitgestaltete, ging es frühzeitig Richtung München. Der internationale Fußball von nationaler Bedeutung lockte.

Steffen Galm saß da noch am Pressetisch. Gattin und Kinder, die diesmal vor Ort waren, versüßten dem scheidenden Trainer das Resümee. Es sei das erste Match unter seine Ägide gewesen, in dem es um nichts ging. Komisch sei das gewesen, meinte Galm, und es habe ihm auch „gar nicht so viel Spass gemacht“. Die Partie sei dennoch ein Spielgelbild der abgelaufenen Saison gewesen. „Wir spielen ordentlich, schießen uns dann aber selbst eins rein.“ BCF-Kicker Tobi Schattschneider hatte vor dem eigenen Strafraum quergepasst, der Ball erreichte anstelle von Jakob Taffertshofer aber Sonthofens Angreifer Marc Penz, der Dennis Marquardt bediente. Doch habe seine Elf in „keinem Spiel aufgesteckt“, stellte Galm klar. So auch diesmal nicht.

Galm, dessen letzte Amtshandlung das Verteilen von Fußball-Lollies war, verabschiedete sich nach dem Aufstieg im Vorjahr und dem Klassenerhalt heuer mit einem frommen Wunsch aus Wolfratshausen. Er hoffe, dass sich der Verein auf dem jetzigen Niveau etabliere und man in der Flößerstadt „auf Dauer Bayernliga sehen kann“. Für diese Worte bekam Galm vom Auditorium das gleiche hohe Maß an Applaus, wie sein Adlatus Stefan Schwinghammer und die Gilde an verabschiedeten Spielern.

Quelle: fussball-vorort.de

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