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Youngster Hörmann: Er hat sogar Manni Schwabl überzeugt

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Domenic Hörmannbringt Schule und Fußballunter einen Hut.  Foto: mac

SpVgg Unterhaching - Das wird Ludwig Groß, den Abteilungsleiter des SC Freising, sicher stolz machen: Endlich hat es wieder ein Juniorenspieler des SC geschafft, bei einem großen Verein Fuß zu fassen.

Die Rede ist von Domenic Hörmann, der seit dieser Saison bei der U 15 der SpVgg Unterhaching spielt.

Das wird Ludwig Groß, den Abteilungsleiter des SC Freising, sicher stolz machen: Endlich hat es wieder ein Juniorenspieler des SC geschafft, bei einem großen Verein Fuß zu fassen. Die Rede ist von Domenic Hörmann, der seit dieser Saison bei der U 15 der SpVgg Unterhaching spielt.

Freising – Schon früh – die meiste Zeit kickte er draußen im Schwimmbad – entdeckte Domenic Hörmann, 15 Jahre jung, seine Leidenschaft zum runden Leder. Kein Wunder: Vater Deutscher, Mutter Brasilianerin – die Voraussetzungen konnten bei ihm kaum besser sein. Mit acht Jahren meldete ihn Vater Christian schließlich beim SC Freising an, wo sich schon bald herausstellen sollte, dass in ihm mehr steckt als ein gewöhnlicher Freizeitkicker. „Er war schon viel größer und schneller als die anderen und schoss mit Abstand die meisten Tore“, erzählt Hörmann, der in den 1980er Jahren selbst eine feste Größe als Libero beim SC war.

Tore: „Um die 50 waren es in einer Saison“

Im Gegensatz zum Papa hat sich der Filius aber mehr auf das Toreschießen spezialisiert: „Um die 50 waren es in einer Saison“, sagt er. Es war daher nur eine logische Folge, dass bald Stadtrivale SE Freising in der Luitpoldanlage anklopfte und Domenic danach gerne in die Bezirksoberliga wechselte. Zwei Jahre (U 13, U 14) kickte er in der Savoyer Au, ehe er auf der Karriereleiter nochmals eine Stufe nach oben kletterte. Bei einem Probetraining bei der SpVgg hatte Domenic seinen heutigen Trainer Andreas Haidl und den damaligen Jugendkoordinator, den früheren Bayern-, Löwen- und Nürnberg-Profi Manni Schwabl (heute Sportlicher Leiter der Hachinger), sofort überzeugt.

Vater Christian war jedoch skeptisch. Die schulischen Leistungen seines Sohnes ließen stark nach, weil er, der mittlerweile 1,81 Meter große Schlacks (mit 15!), nur noch „Fußball im Kopf hatte“. „Ich war der Meinung, dass ihm dieser Aufwand zu groß und ihm alles zu stressig wird. Schließlich sollte er sich auch in der Schule verbessern“, so Hörmann. Ein Irrtum. Der Vater ist sehr stolz auf seinen Filius, auch weil sich die Leistungen in der Wirtschaftsschule stabilisiert haben.

In der Regionalliga Süd – der höchsten Liga dieses Jahrgangs – hat sich Domenic einen Stammplatz im 21er-Kader erkämpft und spielt mit Topklubs wie Bayern, Stuttgart, Nürnberg oder Tabellenführer Hoffenheim in einer Liga. Dass sich die Hachinger dabei jedoch schwer tun und in akuter Abstiegsgefahr sind (vorletzter Platz, sieben Zähler, 6:40 Tore), ist für den Freisinger, der zwei der bislang sechs Treffer beisteuerte, zwar nicht befriedigend, aber er sieht es auch nicht so dramatisch: „Wir haben eine super Kameradschaft, es macht Riesenspaß.“

Mitte Februar gab es nun das nächste Highlight bei den Hörmanns: Domenic wurde vom Bayerischen Fußballverband für eine Woche ins Trainingslager nach Belek (Türkei) eingeladen. Wie es aussieht, wird Domenic im Sommer auf seine geliebte Dauerkarte für das Schwimmbad verzichten müssen. Denn wie heißt es doch so schön: Träume nicht dein Leben, lebe deinen Traum.  wj

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