Spitzenreiter VfR Garching enttäuscht gegen Dingolfing

Ein Fußspitze zu spät: Michael Weicker (schwarz) kommt hier nicht an den Ball.
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Ein Fußspitze zu spät: Michael Weicker (schwarz) kommt hier nicht an den Ball.

VfR Garching - Der VfR Garching musste sich zuhause mit einem Punkt gegen den FC Dingolfing zufriedengeben, thront nach dem 0:0 gegen den Tabellenfünfzehnten aber weiter an der Tabellenspitze.

Von Fabian Herrmann

Die Garchinger begannen engagiert und zeigten in der Anfangsphase einige gute Ansätze, spielten ihre Chancen aber nicht gut zu Ende. So hatten die Gäste aus Niederbayern Gelegenheit, sich auf das Spiel der Hausherren einzustellen und ins Spiel zu finden. Vor den Augen ihres neuen Trainers Franz Hackl gingen sie bissig ans Werk und holten sich einige Freistöße im Halbfeld, ohne dabei aber zwingende Chancen zu kreieren. Lediglich einmal musste Garchings Torhüter Stefan Wachenheim ernsthaft eingreifen und den Ball nach einem Freistoß in der 24. Minute aus der Ecke tauchen.

Wirklich gefährlich wurden die Gäste den Garchingern nicht, sie störten sie aber empfindlich an einem geordneten Spielaufbau. Sobald die Hausherren die Mittellinie überquerten, standen ihnen die Dingolfinger auf den Füßen. Allzu viele Bälle kamen deshalb in der ersten Hälfte nicht in der Garchinger Offensive an.

Trainer Daniel Weber reagierte zu Pause und brachte zwei frische Spieler. Mit Carsten Henrich setzte er in der Defensive einen robusten Akzent gegen die zaghaften Dingolfinger Offensivbemühungen, Florian de Prato sollte die Ideenlosigkeit im Angriffsspiel beenden. Individuelle Wundertaten blieben zwar aus, dafür agierte die gesamte Mannschaft nun schwungvoller. Nach dem Seitenwechsel zeigte sich deshalb ein umgekehrtes Bild. Nun kamen die Dingolfinger kaum noch zu Chancen, der VfR machte Druck, nur mit dem Unterschied, dass er dabei Gefährlicheres zeigte als das, was die Gäste in der ersten Hälfte anboten. Michael Weicker verzog nach einem Abpraller knapp, einen Kopfball von Dennis Niebauer konnten Dingolfings Torhüter Thomas Dengler und seine Abwehrkollegen nur noch mit Mühe von der Linie kratzen und Georg Ball schoss aus fünf Metern über das Tor, weil er in Rücklage geraten war.

Mitten in der Garchinger Druckphase lief Dingolfings Marco Jordan nach einem langen Ball auf einmal allein auf Torhüter Stefan Wachenheim zu, der mitgelaufene Felix Pichler brachte ihn zum Stolpern und sah dafür die Rote Karte (64.). Die Überzahl der Gäste hielt in einem von vielen Fouls und Unterbrechungen geprägten Spiel aber nur drei Minuten, dann verabschiedete sich Florian Büchner mit Gelb-Rot ebenfalls. Das nahmen die Gäste als Signal, sich mit dem Punkt zufrieden zu geben und in der Folgezeit das Tempo zu verschleppen. Den Garchingern fiel nichts mehr dagegen ein, so mussten sie sich mit einem Punkt zufrieden geben.

Weber nahm es dennoch gelassen: „Es ist wie immer zuhause. Hier kommt jeder her und verbarrikadiert sich. Wenn wir das erste Tor machen, nehmen wir sie auseinander, aber da hatten wir nicht das Glück und die Geduld. Aber solange wir von oben grüßen können, ist nichts passiert. Dann gewinnen wir halt auswärts wieder.“

Quelle: fussball-vorort.de

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