Rapport beim DFB

Haching: Lizenz wieder in Gefahr?

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Schwabl beruhigt die Zweifler: „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und glauben, dass es keine Probleme geben sollte.“

SpVgg Unterhaching - Da die SpVgg immer noch keinen neuen Sponsor finden konnte, schwirrten Gerüchte durch den Raum, dass die Lizenz schon wieder in Gefahr geraten könnte, sogar von einem drohenden Punktabzug war die Rede.

von Klaus Kirschner

Durch Auf- bzw. Abstiege einiger Teams hat sich die Zahl der bayerischen Drittligisten auf zwei reduziert. Da haben die Derbies natürlich ein besonderes Gewicht. Das gilt besonders für das Duell der Ex-Zweitligisten SpVgg Unterhaching und Wacker Burghausen heute um 19 Uhr im Sportpark.

Die oberbayerischen Rivalen wollen nach Negativerlebnissen in die Erfolgsspur zurückkehren. So sind die Hachinger seit drei Spieltagen nicht mehr als Sieger vom Platz gegangen. Der Höhenflug von Burghausen wurde zuletzt durch die 1:3-Pleite gegen den VfB Stuttgart II gestoppt. „Es wird sicher ein attraktives Spiel mit vielen Torraumszenen“, erwartet Hachings Teamchef Manuel Baum, der personell aus dem Vollen schöpfen kann, denn die Sperre von Markus Schwabl ist abgelaufen.

Mit der „Mission 5000“, einer Facebook-Aktion, wollen die Hachinger endlich mehr Fans in den Sportpark locken. „Bei der jetzigen Tabellenkonstellation müsste eine stattliche Kulisse möglich sein, und ein Derby hat immer seinen besonderen Reiz, egal, in welcher Liga“, meint Präsident Manfred Schwabl.

Bisher kamen im Schnitt rund 2500 Zuschauer zu den Heimspielen, bei der angespannten wirtschaftlichen Lage wohl zu wenig, um die anfallenden Kosten aus dem Spielbetrieb decken zu können. Da die SpVgg immer noch keinen neuen Sponsor finden konnte, schwirrten Gerüchte durch den Raum, dass die Lizenz schon wieder in Gefahr geraten könnte, sogar von einem drohenden Punktabzug war die Rede.

Schwabl beruhigt die Zweifler: „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und glauben, dass es keine Probleme geben sollte.“ Zum 31. Oktober mussten die Hachinger ihre Wirtschaftlichkeit unter Beweis stellen. Der Präsident war persönlich beim DFB in Frankfurt vorstellig, um den Verantwortlichen sein Konzept vorzustellen. Die SpVgg war nämlich unter Verdacht geraten. Nicht etwa wegen Verschwendung sondern wegen der niedrigen Gehälter für die Akteure und dem Mini-Etat, der für die erste Mannschaft unter einer Million liegt. Mit den Einnahmen aus dem Pokalspiel gegen den 1. FC Köln (rund 100 000 Euro) und dem Verkauf von Sascha Bigalke (für rund 300 000 Euro) an die Rheinländer konnte der Drittligist seine Liquidität aufrecht erhalten.

„Deshalb sind wir überzeugt, dass es mit der weiteren Lizensierung keine Schwierigkeiten geben sollte, aber wir müssen die Antwort vom DFB abwarten“, gibt sich Schwabl optimistisch.

Quelle: fussball-vorort.de

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