Starke Leistung mit schwacher Ausbeute - Haching tritt auf der Stelle

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Solche Szenen häufen sich bei der SpVgg Unterhaching: Patrick Ziegler ärgert sich über eine verpasste Chance.

SpVgg Unterhaching - Nach einem guten Saisonstart mit vielen Toren, hakt es im Moment bei der SpVgg Unterhaching vor allen an einem: der Chancenauswertung.

In den ersten Spielen lief es in der Offensivabteilung der Spielvereinigung Unterhaching wie geschmiert. 20 Tore erzielte die Mannschaft von Trainer Heiko Herrlich alleine in den ersten acht Pflichtspielen der Saison. Die Stürmer trafen wie am Fließband. Defensiv unsortiert auftretende Gegner wie zum Beispiel der FC Carl Zeiss Jena wurden dank der Hachinger Tormaschinerie regelrecht zerlegt (6:0). Aktuell sieht die Situation bei den Hachingern wieder etwas nüchterner aus. Gerade in den letzten drei sieglosen Spielen ging die Spielvereinigung zu fahrlässig mit ihren Torchancen um. Aus vielen Einschussmöglichkeiten sprangen auf einmal nur noch zwei Tore heraus. Die ersten Fragezeichen tauchen auf.

„Die Punkte, die wir sammeln, sind alle für den Klassenerhalt“

„Unser altes Manko“, bezeichnete Michael Stegmayer die Situation nach dem Osnabrück-Spiel. Wenn man bedenkt, dass Haching alleine in der zweiten Hälfte gegen Osnabrück eine Torschussbilanz von 9:1 aufzuweisen hatte, dann stellt sich nun die Frage nach dem warum. „Ich wollte ihn ins lange Ecke schlenzen, doch der Torwart hat richtig spekuliert“, sagte Florian Niederlechner zu seiner großen Chance zur 2:1-Führung in der Schlussminute. Der Angreifer stand frei vor dem Gehäuse und gab nur ein harmloses Schüsschen auf das Tor ab. Vor wenigen Wochen hätte der 20-Jährige die Kugel wohl noch blind im Kasten versenkt.

Nachdem am 11. Spieltag vier Spiele auf den 8. Oktober verschoben wurden, rangiert Haching zwar noch vorläufig auf dem siebten Platz. Zu den Spitzenrängen haben die Hachinger aber jetzt etwas abreißen lassen müssen. Die Blicke der Spieler richten sich freilich ohnehin nicht nach oben. „Da schauen wir nicht drauf“, sagt Stegmayer. „Die Punkte, die wir sammeln, sind alle für den Klassenerhalt.“

Nachlässigkeiten vermutet Herrlich aber nicht in seinem Team. „Ich habe ein sehr starkes und konzentriertes Spiel meiner Mannschaft gesehen“, so der Trainer zur Partie gegen Osnabrück. Gegen den VfL musste die Spielvereinigung wie schon die zwei Partien zuvor gegen den SV Werder Bremen II (0:2) und den VfB Stuttgart II (1:2) trotz großer Chancen zur Führung wieder mit einem Spiel ohne Dreier leben. Zum Schluss blieb nur noch die bittere Erkenntnis: „Am Ende hat es nicht gereicht“, so Stegmayer. Aufgrund der mangelnden Chancenauswertung allzu sehr Trübsal blasen dürfte die Herrlich-Truppe allerdings dennoch nicht. Mit 21 Treffern haben die Hachinger zusammen mit Regensburg immer noch die zweitbeste Offensive der Liga.

rmf

Quelle: fussball-vorort.de

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