Wolfratshausen empfängt Sonthofen

Die Statistik spricht für den BCF

Vom Pech verfolgt: Michael Marinkovic (oben) hat sich einen Muskelbündelriss zugezogen und wird dem BCF Wolfratshausen voraussichtlich acht Wochen fehlt – auch im Heimspiel gegen Sonthofen. Foto: Oliver Rabuser

BCF Wolfratshausen - Der Abstiegskampf spitzt sich zu. Aus dem Heimspiel gegen den 1.FC Sonthofen (Samstag, 14 Uhr) muss der BCF Wolfratshausen unbedingt als Sieger hervorgehen. Die Statistik gibt Anlass zu vorsichtigem Optimismus.

Auch über der Sportanlage in Farchet herrschte am Freitag dichtes Schneetreiben. So ließ sich das Abstiegsgespenst wenigstens optisch nicht erkennen. Aber es ist da, keine Frage, sehr nahe sogar. Zu spüren ist es trotz des frostigen Eiswindes. Oder gerade deshalb. Denn der Spuk ist unangenehm – und er findet auf absehbare Zeit auch kein Ende. Nach vier sieglosen Matches droht dem Ballclub angesichts seines kernigen Restprogramms der Sturz in die Landesliga. Lediglich ein Zähler trennt Farchet tabellarisch vom Status des Direktabsteigers. Schlusslicht Bogen hat zudem noch eine Partie nachzuholen. Es sieht nicht gut aus. Wolfratshausen muss noch gegen die Schwergewichte aus Heimstetten und Pullach bestehen, reist zudem am letzten Spieltag zum ebenfalls bedrohten TSV Landsberg.

Bleibt die Mannschaft heute gegen Sonthofen abermals ohne Erfolgserlebnis, kann man sich an der Kräuterstraße wohlweislich mit veränderten Spielorten in der neuen Saison beschäftigen. Es gibt aber auch die andere Variante: Der BCF siegt heute und holt sich damit die notwendige Energie für den anspruchsvollen Saisonendspurt. Historisch betrachtet gibt es sogar Hoffnung. In den zurückliegenden Jahren versuchten die Oberallgäuer ausnahmslos vergeblich, einen Dreier in Farchet einzuheimsen. Zudem blieben sie auch in den vier letzten Vergleichen mit dem BCF sieglos.

Statistiken alleine sind freilich ein wackeliges Fundament. Die Mannschaft ist absolut in der Pflicht. Sie hat sich in den vergangenen Wochen selbst in diese prekäre Situation gebracht. Marco Stier beraumte am Donnerstag eigens einen Mannschaftsabend an. „Wir sind noch mehr zusammengerückt, es geht nur noch über den Teamgeist“, erklärt der Cheftrainer. Ziel sei es ausschließlich, den einen Zähler Vorsprung vor dem Tabellenende leidenschaftlich bis zum Ende zu verteidigen. Auf die anderen Klubs brauche man gar nicht mehr zu schauen. Stier fordert „ein paar Prozent mehr Biss und Konzentration“ von seinen Mannen, dazu eine „konsequentere Chancenverwertung“.

Doch zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt bilden sich personelle Lücken. „Die Meldungen über Verletzte kamen diese Woche Schlag auf Schlag“, bedauert Stier. Zum x-ten Male hat es Michael Marinkovic erwischt: Muskelbündelriss – acht Wochen Pause. Neben Keeper Kevin Pradl werden aus der Kader der Vorwochen zudem Florian Scheck und Sandro Wolfinger nicht mitwirken können. Bei Jona Lehr zwickt es im Unterschenkel. Doch um Namen geht es Stier heute ungleich weniger als um die Einstellung. „Jeder muss brennen“, stellt der Coach unmissverständlich klar.

BCF Wolfratshausen

Karaca – Rödl, Potenza, Nummer, Brudy, Ott, Gr. Diep, Schnabel, Hauk, Kotani, Lehr – Wernthaler, Skoro, Misirlioglu, Kantar, Strriegel, Moll, Gi. Diep.

Quelle: fussball-vorort.de

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