Packt er den Sprung nach oben?

Löwen-Kandidat Lex: "Er ist eine Rakete"

+
Das Objekt der Begierde: Der Eittinger Stefan Lex (vorne, r.), Stürmer des TSV Buchbach, wird von Proficlubs umworben.

TSV Buchbach - Eine Woche hat Stefan Lex Zeit, die Löwen-Verantwortlichen von seinem Torriecher zu überzeugen. Bei seinem Heimverein Buchbach sind sie überezugt: Der Regionalliga-Torjäger packt den Sprung in die zweite Liga.

Beim Regionalligisten aus Buchbach läuft es zur Zeit wie geschmiert, ganz besonders aber bei Torjäger Stefan Lex. Dem TSV-Stürmer aus Eitting war es vorbehalten, am vergangenen Wochenende den FC Memmingen mit zwei Treffern zu erlegen. „Stefan macht momentan den Unterschied aus“, lobt Trainer Sepp Kupper die Extra-Klasse seines Top-Angreifers, der mit 16 Toren die Torjägerliste der Regionalliga zusammen mit dem Ingolstädter Karl-Heinz Lappe anführt.

Kein Wunder also, dass mittlerweile auch Profivereine auf den pfeilschnellen Angreifer aufmerksam geworden. Schon mehrmals hat er bei höherklassigen Clubs ein Probetraining absolviert, in dieser Woche gibt er seine Visitenkarte beim TSV 1860 München ab - bei der Zweitliga-Mannschaft wohlgemerkt. Einer Anfrage vom damaligen Löwencoach der Regionalligamannschaft, Alexander Schmidt, hatte Lex vor einigen Wochen abgelehnt. Doch dieser ist nach dem Rauswurf von Rainer Maurer inzwischen auf den Trainerstuhl der ersten Mannschaft befördert worden und holte den 22-jährigen Studenten nun zu einem einwöchigen Probetraining aufs Giesings Höhen.

In Buchbach ist man relativ gelassen. „Stefan ist in Superform. Da ist es doch klar, dass er umworben wird“, sagt Fußball-Chef Günther Grübl. „Wenn er gesund ist, ist Lex ein Rakete“, schwärmt er von seinem superschnellen Torjäger. Er sei nicht nur ein hervorragender Fußballer, sondern auch menschlich ein Super-Typ. Noch aber bindet ihn ein zweieinhalbjähriger Vertrag an den TSV Buchbach. „Doch wir werden Stefan keine Steine in den Weg legen“, erklärt Grübl, sollte er sich für einen Proficlub entscheiden. Allerdings müsse auch das „Drumherum“ wie etwa die Ablöse stimmen. Er sei sich sicher, so der Abteilungsleiter, dass sich Lex seine Entscheidung gut überlegen wird.

Bisher haben nur ehemalige Spieler aus Profi-Clubs den Weg nach Buchbach gefunden. Wenn aber ein Spieler vom TSV zu einem Profi-Verein wechseln würde, stünde dies auch dem Verein gut zu Gesicht, sagt Grübl. In den letzten drei Spielen vor der Winterpause können die Rot-Weißen aber noch auf die Dienste und Tore von Lex zählen. „Er ist einer der Garanten, dass wir die Liga halten“, sagt Grübl. Mit 50 Punkten (momentan 37) wäre der Klassenerhalt gesichert, dann könne man weiter nach oben schauen. Und dann ist der Anreiz groß, als bester Amateurverein der Regionalliga Bayern die Saison zu beenden. Dieser steht automatisch in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals, was mit 125 000 Euro vergütet wird.

„Davon weiß ich absolut nichts“, sagt Grübl zu Gerüchten über Vereinswechsel der beide lange verletzten Stürmer Christoph Hösl und Sebastian Hinz. Beide hätten ihm in Vier-Augen-Gesprächen versichert, dass sie nach der Winterpause in Buchbach voll angreifen wollen. „Wir werden sie jedenfalls nicht freigeben“, betont Grübl. Johann Kalteis

Quelle: fussball-vorort.de

Auch interessant

Meistgelesen

FC Unterföhring verpasst dem Spitzenreiter eine Abreibung
FC Unterföhring verpasst dem Spitzenreiter eine Abreibung
FC Ismaning verharrt nach 1:2 in Kottern in Abstiegszone
FC Ismaning verharrt nach 1:2 in Kottern in Abstiegszone
Lukas Riglewski: „Der Sieg hat sich richtig gut angefühlt“
Lukas Riglewski: „Der Sieg hat sich richtig gut angefühlt“
Live: Petrovic triff! TSV Buchbach führt
Live: Petrovic triff! TSV Buchbach führt

Kommentare