Schafft der Buchbach-Knipser den Sprung?

Stefan Lex spielt bei den Löwen vor

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Stefan Lex (r.) hat Begehrlcihkeiten geweckt.

München - Bei den Löwen spielt derzeit ein Mann zur Probe vor, der auf Grund seiner Torgefährlichkeit das Interesse einiger Profi-Vereine geweckt hat: Stefan Lex. Wir stellen den Knipser vom TSV Buchbach vor.

Die Löwen auf der Suche nach einem neuen Stürmer: Werden sie in der Regionalliga Bayern fündig? Zuletzt war bereits Top-Torjäger Bernd Rosinger vom SV Seligenporten im Gespräch, jetzt ist ein anderer Goalgetter an der Grünwalder Straße aufgetaucht: Stefan Lex vom TSV Buchbach. Der Stürmer durfte bereits vorspielen.

An die Handynummer von Stefan Lex zu kommen, ist gar nicht so einfach. „Die ist heiß begehrt“, weiß Anton Bobenstetter, der Trainer des TSV Buchbach. Denn sein Torjäger trifft und trifft, schon 16 mal in 19 Spielen. Inzwischen hat der 22-Jährige in der Torjägerliste der Regionalliga Bayern aufgeschlossen zu Bernd Rosinger aus Seligenporten und Karl-Heinz Lappe vom FC Ingolstadt II und seine Buchbacher auf Platz vier geballert, punktgleich mit den Bayern, die zwei Spiele mehr haben.

Am Freitag hat Lex wieder zweimal getroffen, Buchbach zum 2:0-Auswärtssieg beim FC Memmingen geschossen. 19 von 24 möglichen Punkten hat die Mannschaft aus den letzten acht Spielen geholt, zehn der 23 Tore hat Lex erzielt. „Es ist schon ein bisschen so, dass Stefan momentan auch den Unterschied macht“, lobt Bobenstetters Trainerkollege Sepp Kupper.

Warum aber läuft es für ihn so rund? „Weil ich gesund bin“, sagt Lex. „Im letzten Jahr konnte ich höchstens mal fünf, sechs Spiele am Stück machen.“ Dann stoppten ihn immer wieder muskuläre Probleme. Lex war bei mehreren Osteopathen, geholfen haben eine Bioresonanztherapie und die Umstellung der Ernährung. „Außerdem spiele ich jetzt im Sturm, nicht mehr im Mittelfeld. Und ein Stürmer soll doch Tore machen, oder?“

Stefan Lex ist der Erfolgsgarant des TSV Buchbach

Klar, aber wer so viele macht, weckt Begehrlichkeiten. „Natürlich reizt es mich, so hoch wie möglich zu spielen“, sagt Lex, „aber aktuell habe ich einen Vertrag in Buchbach und fühle mich hier wohl.“ In einem Jahr wird er sein Sportmanagement-Studium in Erding abgeschlossen haben, „dann habe ich Sicherheit und könnte mir erlauben, es mal im Profifußball zu versuchen“, deutet er vorsichtig an. „Aber ich muss nicht Profi werden.“ Der erste Schritt ist mit dem Probetraining bei den Löwen jedenfalls gemacht.
Aber auch Buchbach macht Spaß. Gerade jetzt, da man sich der Tabellenspitze nähert. „Ziel bleibt aber weiter der Klassenerhalt“, bleibt Lex bescheiden. Wie auch bei seinem persönlichen Vorgaben: „Wenn mir vorher einer gesagt hätte, dass ich 16 Tore schieße, wäre ich überglücklich gewesen. Aber ich habe mir keine Marke gesetzt, will mich nicht selber unter Druck bringen.“ Sondern genießen. Und abwarten, wer in den nächsten Monaten alles versucht, an seine Handynummer zu kommen.  Die Scouts der Sechzger haben es jedenfalls schon einmal geschafft.

Dieser Artikel erschien auf der Amateursportseite. Sie erscheint jeden Mittwoch im Münchner Merkur. Autor ist Reinhard Hübner. Zu erreichen unter komsport@t-online.de

Quelle: fussball-vorort.de

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