Strobl spricht von zwei verlorenen Punkten

+
Sorgte für den einzigen Pipinsrieder Treffer gegen Ottobeuren: Qemajl Beqiri traf per Foulelfmeter.

FC Pipinsried - Ball verkehrt in Pipinsried: Während sich Konrad Höß mit dem 1:1 (1:1) seiner Mannen beim TSV Ottobeuren zufrieden zeigte, klagte sein Coach Tobias Strobl über zwei verlorene Punkte.

Und stellte sich seiner Verantwortung. Es lief die 90. Minute in Ottobeuren: Ein nicht sonderlich attraktives Landesliga- Spiel neigt sich seinem Ende zu. Konrad Höß, der stimmgewaltige Präsident des Dorfclubs, hat die Nase voll und ruft auf das Spielfeld: „Schiedsrichter, jetzt pfeif’ den Käs’ endlich ab.“ Referee Benjamin Sölch blickt auf die Uhr, lächelt, nimmt sein Arbeitsgerät in den Mund und tut Höß den Gefallen. Einer war indes mit der Aktion der beiden überhaupt nicht zufrieden: Spielertrainer Tobias Strobl. „Wir waren klar am Drücker und beherrschten unsere Gegner vollkommen.

Ein oder zwei Angriffe mehr hätten die Entscheidung bringen können“, erklärte der Übungsleiter nach der Partie verärgert. „Wir haben hier zwei Punkte liegen lassen“, schimpfte Strobl weiter – was allerdings nicht an Höß lag, das machte der 25-Jährige schnell klar. Statt dessen räumte er ein, dass er sein Personaltableau wohl nicht optimal gelegt hatte. Während Strobl den Defensivblock wie gewohnt auflaufen ließ, würfelte er Mittelfeld und Sturm neu zusammen: Qemajl Beqiri kehrte in die Anfangsformation zurück, dafür saß Dominik Schön überraschenderweise auf der Bank. Und als Sturmpartner von Michael Holzhammer nominierte der Übungsleiter ausgerechnet Shpetim Sulimani. Höß schüttelte den Kopf, denn dass der Makedonier den Dorfclub in der Winterpause verlässt, scheint eine ausgemachte Sache zu sein. „Ich wollte Trainingsleistungen belohnen und einem Spieler wie Sulimani auch einmal die Chance geben, sich von Anfang an zu zeigen“, rechtfertigte sich der gelb-blaue Übungsleiter. Immerhin wirbelte Sulimani wie gewohnt eifrig herum, wenn auch nicht immer effek tiv. Doch immerhin holte er einen Elfmeter heraus, den – wer wohl? – Beqiri sicher verwandelte (0:1/19.).

Strobls Joker hatten zumindest einmal gestochen. Aber das reichte nicht aus. Denn ansonsten blieb die Pipinsrieder Offensive blass. „Holzhammer war ein Totalausfall“, formulierte Höß gewohnt drastisch. Mag sein, dass dem Torjäger sein Kumpel Dominik Schön fehlte. Und als der Augsburger nach dem Seitenwechsel endlich kam, musste Holzhammer gehen. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Hausherren allerdings schon den Ausgleich erzielt – durch einen der vielen weiten Bälle, mit denen sie die Probleme des Unterallgäuer Lößbodens zu umgehen versuchten. Der FC Pipinsried versuchte unterdessen wie gewohnt sein Kombinationsspiel aufzuziehen. „Das geht halt nicht bei so einem Boden“, ließ sich dazu Höß vernehmen.

„Das ist nicht richtig“, widersprach sein Coach und verwies auf drei Chancen, die sich seine Elf in der Schlussphase erarbeitet hatte (73., 80., 84.). So weiß nur der Fußballgott, ob ein weiterer Angriff in der Nachspielzeit zum Pipinsrieder Sieg geführt hätte. Konrad Höß, der in Pipinsried nur knapp darunter angesiedelt ist, war jedenfalls mit dem einem Punkt zufrieden: „Mehr war für unsere Edeltechniker hier nicht drin.“ Sein Verein verharrt damit auf Rang sechs, der Abstand zum Tabellenführer FC Gundelfingen beträgt vier Zähler. HORST KRAMER

Quelle: fussball-vorort.de

Auch interessant

Meistgelesen

Lukas Riglewski: „Der Sieg hat sich richtig gut angefühlt“
Lukas Riglewski: „Der Sieg hat sich richtig gut angefühlt“
FC Unterföhring verpasst dem Spitzenreiter eine Abreibung
FC Unterföhring verpasst dem Spitzenreiter eine Abreibung
FC Ismaning verharrt nach 1:2 in Kottern in Abstiegszone
FC Ismaning verharrt nach 1:2 in Kottern in Abstiegszone
Peter Schädler: „Stijepic, Hauk und Akkurt helfen mir sehr“
Peter Schädler: „Stijepic, Hauk und Akkurt helfen mir sehr“

Kommentare